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Created on: 18 Jan 2007
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Von Absinth bis Zylinder - jeder, der die Herren mit den Gehröcken kennt und kann, ist hier herzlich willkommen.
Besonderes Augenmerk sei hierbei auf die Mitglieder der Coppelianischen...
Besonderes Augenmerk sei hierbei auf die Mitglieder der Coppelianischen...
COPPELIUS
Wunderpfeifer - Damenheiler - die Rückkehr des guten Tons
COPPELIUS sind etwas Besonderes. Das Phänomen erschien aus dem Nichts in Berlin und macht glücklich. Mädchen, Trinker, Veranstalter, Agenturen und Plattenfirmen warteten seit Jahren auf eine entsprechende Konstellation.
COPPELIUS vereint fünf höfliche Herren aus dem neunzehnten Jahrhundert. Ihre Gehröcke sitzen vollendet, ihre Zylinder glänzen und die Schuhe sind geputzt. Mysteriöse Tonwerkzeuge in den Händen, erklären sie dem übersatten Business was Rock'n'Roll ist, und lächeln wissend dazu. COPPELIUS sind vor allem zwei Klarinetten. Sie pfeifen dem Fänger aus Hameln ange-nehm laut die Ratten vom Grill und blasen Metallicas Gitarren stumm. Klassische Kompositionsintelligenz läßt jedes zivilisierte Publikum mit elegantem Understatement zu ursprünglicher Ekstase verwildern. COPPELIUS' Werke wachsen solange, bis ein glückliches Delirium erreicht ist. Konsequent demolieren die Rocker ihre hergebrachte Verkaufsoption, den Vierminutensong. Ihre Stücke spielen sie, bis sie keine Lust mehr haben, das dauert.
Daß in der Instrumentierung Kontrabaß, Cello, den erwähnten Klarinetten und Schlagzeug mehr verborgen liegt als Hausmusik, wissen COPPELIUS schon lange. Die intelligente Polyphonie der Arrangements kann sich selbstbewußt mit Deep Purples "Harvest" messen. Exzessive Lust am Spielen und eine kluge Inszenierung des eigenen Auftritts bauten um COPPELIUS eine Atmosphäre, wie sie Berlin nur in den zwanziger Jahren kannte. Die distanzierte Verführung ihrer Performance wirkt nachhaltig. Auch in den Pausen wackeln die Mädchen. Glamour, Sex und schöne, geheimnisvolle Männer, von denen man nicht mehr weiß, als dass sie ihre Instrumente beherrschen, ließen die Band zum Flüstertip der Berliner Damenwelt werden. Mittlerweile erscheinen echte Verehrerinnen in Korsetts des Biedermeier und geben sich züchtig. Fliegende BHs und Schlüpfer sehen trotzdem lustig aus auf den Zylindern.
Nebenbei sind COPPELIUS der lebende Beweis für die Existenz der Zeitmaschine. Aus dem 19. Jahrhundert gekommen, ließ die klassischen Musiker ein dauerhafter Stromschlag ungebührlich laut werden. Wo immer in den letzten zweihundert Jahren Schlachten geschlagen wurden, COPPELIUS war schon da. Wollte eine Kapelle Schloß Neuschwanstein glänzend zum Einsturz klingen, dann COPPELIUS. Ein musikalischer Kinski in fünffacher Ausfertigung verpfeift das Erbe der deutschen Romantik, unverschämt wild, und unverschämt gut. Normalerweise ist Romantik eine Angelegenheit für Selbstmörder. Hätte Kleist COPPELIUS gehört, wäre er tanzen gegangen, anstatt im Wannsee zu tauchen. So entstand in Berlin ein grundsätzliches Axiom nach den Konzerten: COPPELIUS HILFT.
"[...] er fand Coppelius' Perspektiv, [...] Da zuckte es krampfhaft in seinen Pulsen und Adern, [...] bald glühten und sprühten Feuerströme durch die rollenden Augen; [...] dann sprang er hoch in die Lüfte, [...] man wollte herauf, um sich des Rasenden zu bemächtigen, da lachte Coppelius, sprechend: 'Ha ha - wartet nur, der kommt schon von selbst' [...]" (E.T.A. Hoffmann)
(Quelle: http://www.coppelius-band.de)
Links:
http://www.coppelius-band.de - Offizielle Homepage
http://www.myspace.com/coppeliushilft
Offizielle Myspace-Seite
http://youtube.com/user/Coppeliushilft
Coppelius auf Youtube
Wunderpfeifer - Damenheiler - die Rückkehr des guten Tons
COPPELIUS sind etwas Besonderes. Das Phänomen erschien aus dem Nichts in Berlin und macht glücklich. Mädchen, Trinker, Veranstalter, Agenturen und Plattenfirmen warteten seit Jahren auf eine entsprechende Konstellation.
COPPELIUS vereint fünf höfliche Herren aus dem neunzehnten Jahrhundert. Ihre Gehröcke sitzen vollendet, ihre Zylinder glänzen und die Schuhe sind geputzt. Mysteriöse Tonwerkzeuge in den Händen, erklären sie dem übersatten Business was Rock'n'Roll ist, und lächeln wissend dazu. COPPELIUS sind vor allem zwei Klarinetten. Sie pfeifen dem Fänger aus Hameln ange-nehm laut die Ratten vom Grill und blasen Metallicas Gitarren stumm. Klassische Kompositionsintelligenz läßt jedes zivilisierte Publikum mit elegantem Understatement zu ursprünglicher Ekstase verwildern. COPPELIUS' Werke wachsen solange, bis ein glückliches Delirium erreicht ist. Konsequent demolieren die Rocker ihre hergebrachte Verkaufsoption, den Vierminutensong. Ihre Stücke spielen sie, bis sie keine Lust mehr haben, das dauert.
Daß in der Instrumentierung Kontrabaß, Cello, den erwähnten Klarinetten und Schlagzeug mehr verborgen liegt als Hausmusik, wissen COPPELIUS schon lange. Die intelligente Polyphonie der Arrangements kann sich selbstbewußt mit Deep Purples "Harvest" messen. Exzessive Lust am Spielen und eine kluge Inszenierung des eigenen Auftritts bauten um COPPELIUS eine Atmosphäre, wie sie Berlin nur in den zwanziger Jahren kannte. Die distanzierte Verführung ihrer Performance wirkt nachhaltig. Auch in den Pausen wackeln die Mädchen. Glamour, Sex und schöne, geheimnisvolle Männer, von denen man nicht mehr weiß, als dass sie ihre Instrumente beherrschen, ließen die Band zum Flüstertip der Berliner Damenwelt werden. Mittlerweile erscheinen echte Verehrerinnen in Korsetts des Biedermeier und geben sich züchtig. Fliegende BHs und Schlüpfer sehen trotzdem lustig aus auf den Zylindern.
Nebenbei sind COPPELIUS der lebende Beweis für die Existenz der Zeitmaschine. Aus dem 19. Jahrhundert gekommen, ließ die klassischen Musiker ein dauerhafter Stromschlag ungebührlich laut werden. Wo immer in den letzten zweihundert Jahren Schlachten geschlagen wurden, COPPELIUS war schon da. Wollte eine Kapelle Schloß Neuschwanstein glänzend zum Einsturz klingen, dann COPPELIUS. Ein musikalischer Kinski in fünffacher Ausfertigung verpfeift das Erbe der deutschen Romantik, unverschämt wild, und unverschämt gut. Normalerweise ist Romantik eine Angelegenheit für Selbstmörder. Hätte Kleist COPPELIUS gehört, wäre er tanzen gegangen, anstatt im Wannsee zu tauchen. So entstand in Berlin ein grundsätzliches Axiom nach den Konzerten: COPPELIUS HILFT.
"[...] er fand Coppelius' Perspektiv, [...] Da zuckte es krampfhaft in seinen Pulsen und Adern, [...] bald glühten und sprühten Feuerströme durch die rollenden Augen; [...] dann sprang er hoch in die Lüfte, [...] man wollte herauf, um sich des Rasenden zu bemächtigen, da lachte Coppelius, sprechend: 'Ha ha - wartet nur, der kommt schon von selbst' [...]" (E.T.A. Hoffmann)
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