Ohrenburg
UT Connewitz
Friday 6 February 2009
UT ConnewitzFriday 6 February 2009
Ohrenburg
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In aller Ruhe ziehen drei Unbands am 6. Februar ihre musikalischen
Rauchlichte durch die geduckte Klangmuschel des alten Kinosaals.
Zwei Solisten und ein Duo werden jeweils ihrer Variante von Berücktheit
Ausdruck verleihen.
LICHENS - kranky
Rob Lowe, der Bassist und Vokalist von The 90 Day Men ( die in den letzten drei Jahren mindestens
zwei vorzügliche Konzerte in Leipzig gaben ), und zudem noch ein TV On The Radio Kollaborateur war,
formt sich mit LICHENS eine dunstverhangene Blase Welt. Er zieht diese um sich zu wie ein singender, dronender, ausatmender Töpfer im Inneren seines durchscheinenden Gefäßes. Ist dieses geschlossen
und leuchtend und wallt vor dem Zuhörer wie ein pelzender, magmatischer Bienenstock, nimmt er
zuweilen die Gitarre und schneidet mit der Ruhe, mit welcher man einen Liebesbrief
vor dem Zukleben beleckt Horizonte hinein, die einen aus allen Ahnungen werfen.
AIR CUSHION FINISH
JAYROPE und LIPPSTUECK haben offenbar einen behüteten, holzbeheizten Platz gefunden, an welchem Zungen und Instrumente endlich auf eine Art ineinander malen, dass Texte ohne Worte, Geräusche, haarige Hörner, verspukte Gitarren und große glühende Gesten langsam versteinern, Gebirge formen,
die gläsern werden, durch die ein Zug pfeift, aus dem Kinder steigen, einen Chor gründen und die Trompeten für gewaltige Hymnen wetzen. Jayrope, ständiger Sohn von Kirchenorganisten, stand zuvor
auf den Bühnen mit Arto Lindsay, Atari Teenage Riot, Mikis Thedorakis, Raz Ohara & Bluebird.
Lippstueck formt die Singhimmel für Stereo De Luxe, They Came From The Stars und Girls United - seit acht Jahren steht er in Berlin für den Goldmund und sein gleichnamiges Festival.
Andrew Pekler ist vielen noch bekannt als Gitarrist und Sänger in der Hyper-Trash-Combo Mucus 2 und Teil der Pop-Elektronik-Formation Bergheim 34 (Klang Elektronik). In seinen freien Minuten, alleingelassen mit Bandrauschen, Instrumentalsoul, Kopfkissenbassdrums und einem Vierspur-Cassetten-Recorder, nannte er sich Sad Rockets. Das Sad-Rockets-Debut ‘Plays’, 1998 beim Heidelberger Source-Label erschienen, fand
von Deutschland bis in die USA und Japan begeisterte Hörer. Es folgten Alben auf u.a.Staubgold, Scape
und Matador. Nun veröffentlicht Andrew eine Platte bei Kranky und damit treffen zwei
Herangehensweisen aufeinander, wie sie ähnlicher nicht sein könnten. ‘Cue’ heißt das Werk und manifestiert Pekler’s permanente Suche nach Atmosphäre, Harmonien und Stimmungen auf der Basis von Jazz, Texturen und traumhaften Melodien.
(Text: UT Connewitz)
Rauchlichte durch die geduckte Klangmuschel des alten Kinosaals.
Zwei Solisten und ein Duo werden jeweils ihrer Variante von Berücktheit
Ausdruck verleihen.
LICHENS - kranky
Rob Lowe, der Bassist und Vokalist von The 90 Day Men ( die in den letzten drei Jahren mindestens
zwei vorzügliche Konzerte in Leipzig gaben ), und zudem noch ein TV On The Radio Kollaborateur war,
formt sich mit LICHENS eine dunstverhangene Blase Welt. Er zieht diese um sich zu wie ein singender, dronender, ausatmender Töpfer im Inneren seines durchscheinenden Gefäßes. Ist dieses geschlossen
und leuchtend und wallt vor dem Zuhörer wie ein pelzender, magmatischer Bienenstock, nimmt er
zuweilen die Gitarre und schneidet mit der Ruhe, mit welcher man einen Liebesbrief
vor dem Zukleben beleckt Horizonte hinein, die einen aus allen Ahnungen werfen.
AIR CUSHION FINISH
JAYROPE und LIPPSTUECK haben offenbar einen behüteten, holzbeheizten Platz gefunden, an welchem Zungen und Instrumente endlich auf eine Art ineinander malen, dass Texte ohne Worte, Geräusche, haarige Hörner, verspukte Gitarren und große glühende Gesten langsam versteinern, Gebirge formen,
die gläsern werden, durch die ein Zug pfeift, aus dem Kinder steigen, einen Chor gründen und die Trompeten für gewaltige Hymnen wetzen. Jayrope, ständiger Sohn von Kirchenorganisten, stand zuvor
auf den Bühnen mit Arto Lindsay, Atari Teenage Riot, Mikis Thedorakis, Raz Ohara & Bluebird.
Lippstueck formt die Singhimmel für Stereo De Luxe, They Came From The Stars und Girls United - seit acht Jahren steht er in Berlin für den Goldmund und sein gleichnamiges Festival.
Andrew Pekler ist vielen noch bekannt als Gitarrist und Sänger in der Hyper-Trash-Combo Mucus 2 und Teil der Pop-Elektronik-Formation Bergheim 34 (Klang Elektronik). In seinen freien Minuten, alleingelassen mit Bandrauschen, Instrumentalsoul, Kopfkissenbassdrums und einem Vierspur-Cassetten-Recorder, nannte er sich Sad Rockets. Das Sad-Rockets-Debut ‘Plays’, 1998 beim Heidelberger Source-Label erschienen, fand
von Deutschland bis in die USA und Japan begeisterte Hörer. Es folgten Alben auf u.a.Staubgold, Scape
und Matador. Nun veröffentlicht Andrew eine Platte bei Kranky und damit treffen zwei
Herangehensweisen aufeinander, wie sie ähnlicher nicht sein könnten. ‘Cue’ heißt das Werk und manifestiert Pekler’s permanente Suche nach Atmosphäre, Harmonien und Stimmungen auf der Basis von Jazz, Texturen und traumhaften Melodien.
(Text: UT Connewitz)
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