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Biografie

Wishbone Ash, auch bekannt als The Ash, ist eine englische Rockband, die 1969 aus der Band Tanglewood entstand. Ursprünglich bestand die Band aus Martin Turner (Bass, Gesang), seinem Bruder Glen Turner (Gitarre, Gesang) und Steve Upton (Schlagzeug). Mit dem "Ausscheiden" Glens kamen (nachdem die Band erfolglos einen Keyboarder suchte) die beiden Gitarristen Andy Powell und David A. "Ted" Turner (nicht verwandt mit Martin) dazu. So wurde der unverwechselbare "dual lead-guitar sound" der Band nicht zuletzt deshalb geboren, weil man sich zwischen Ted und Andy nicht entscheiden konnte. 1974 - nach "Live Dates" - zog es Ted Turner nach Peru und er wurde ersetzt durch Laurie Wisefield, der die Band in gleicher Tradition bis zum Album "Raw to the bone" (1985) entscheidend mitprägte (Laurie spielte seither bei T. Turner, R. Chapman, J. Cocker, Nokias "Night of the Proms" und aktuell im Queen-Musical "We will rock you"). 1988 gab es eine Reunion der Original-Band, die bis 1992 andauerte. Danach wechselte die Besetzung häufiger (es ergaben sich dabei höchst interessante Konstellationen, die immer wieder für "frischen Wind" sorgten), nur Andy Powell gehört ohne Unterbrechung dazu.
Kennzeichnend für Wishbone Ash ist ihr melodischer gitarrenorientierter Rock, der charakteristisch von zwei unisono gespielten E-Gitarren dominiert wird. Der Gesangsstil ist dabei oft balladenhaft. Mittelalterliche Themen prägen besonders in der Frühphase die Musik der Band (siehe Songs "Throw Down The Sword", "Warrior", "The King Will Come"). Der Stil der Band zeichnet sich auf den ersten Alben durch große Experimentierfreude aus: Harter Rock vermischt sich mit sanften Folk-Melodien oder mit Jamsession-artigen weiträumigen Improvisationen mit fast jazzigem Einschlag. Spätere Alben orientieren sich dagegen stärker an konventionellem Heavy-Rock und geradlinigem Rock'n'Roll.
1970 spielte Wishbone Ash als Vorgruppe von Deep Purple und wurde dadurch schnell bekannt. Ihr Debut-Album Wishbone Ash erschien Ende 1970. 1972 galt Wishbone Ash als die beliebteste britische Newcomer-Band. Ihr hervorragendes drittes Album Argus wurde in verschiedenen Medien zum Album des Jahres gekürt.
2007 wird mit "First light" die bei einer Auktion in London zufällig wieder aufgetauchte Erstfassung vom Debut-Album Wishbone Ash veröffentlicht. Das Album wurde vor dem MCA-Vertrag einer anderen Plattenfirma angeboten die es aber nicht veröffentlichte und archivierte. Von daher ist First Light nahezu identisch mit "Wishbone Ash", glänzt aber z.B. mit einer weitaus dynamischeren Fassung von "Handy" (ein MUSS für alle Fans!). Es enthält darüberhinaus zusätzlich 2 bis dato unveröffentlichte Songs ("Roads Of Day To Day" und "Joshua"), sowie eine alternative Version von Alone (vom zweiten Album) - im Gegenzug entfällt hier (leider) "Phoenix".
Besonders delikat ist die Tatsache dass seit einigen Jahren sowohl Andy Powell, als auch Martin Turner mit einer eigenen Band, "Martin Turner´s Wishbone Ash", durch die Lande ziehen. Während Andy Powell im Sommer 2007 mit seiner Truppe an einem Folgealbum zu "Clan Destiny" arbeitet, hat Martin Turner nach der Veröffentlichung einer sehr beachtenswerten "New Live Dates Vol. One" ebenfalls ein neues Studio-Album in Angriff genommen. Auch die Veröffentlichung einer "New Live Dates Vol. TWO" ist bei ihm für spätest Ende 2007 vorgesehen.

Studio-Alben
1970: Wishbone Ash
1971: Pilgrimage
1972: Argus
1973: Wishbone Four
1974: There's The Rub
1976: Locked In
1976: New England
1977: Front Page News
1978: No Smoke Without Fire
1980: Just Testing
1980: Number The Brave (Bass: John Wetton)
1982: Twin Barrels Burning (Bass: Trevor Bolder/Uriah Heep)
1985: Raw To The Bone
1987: Nouveau Calls - Dieses reine Instrumental-Album wurde unter M. Copelands Regie vom Original-Line-Up Turner/Powell/Upton/Turner für das Konzept "No speak" eingespielt und markierte eine 4-jährige Reunion-Phase der Band.
1989: Here To Hear
1991: Strange Affair
1996: Illuminations - Mit Schlagzeuger Mike Sturgis von Psycho Motel, der Band von Adrian Smith, eingespielt.
1998: Trance Visionary
1998: Psychic Terrorism
1999: Bare Bones - ein "akustisches" Album mit alten und 4 neuen Songs sowie der Stimme von Mark Birch
2002: Bona Fide - wurde mit den vier Bandmitgliedern Andy Powell, Ben Granfelt, Bob Skeat und Ray Weston eingespielt. Es ist eines der erfolgreichsten Alben der Band.
2004: Lost Pearls
2006: Clan Destiny
2007: First Light (1969 aufgenommen): Das "allererste" Wishbone Ash - Album

Live-Alben
1972: Live From Memphis
1973: Live Dates
1979: Live In Tokyo
1980: Live Dates II
1980: Live Dates II - Additional Tapes
1981: Hot Ash
1982: Lady Whiskey
1991: BBC Radio 1 Live In Concert
1992: The Ash Live In Chicago
1996: Live At The BBC
1996: Live In Geneva
1997: Live - Timeline
1998: Archive Series
1999: The King Will Come - Live
2001: Live Dates III
2002: Live in Bristol
2004: Almighty Blues
2006: Live At XM Satellite Radio

Compilation-Alben
1972: An Evening Program With Wishbone Ash
1975: Milestones
1975: Masters Of Rock
1975: The Best Of Wishbone Ash
1975: Australian Tour Sampler
1975: Special DJ Copy
1977: The Original Wishbone Ash
1977: That's Wishbone Ash
1977: Classic Ash
1981: Wishbone Ash
1981: The Best Of Wishbone Ash
1993: Time Was/The Wishbone Ash Collection
1994: The Very Best Of Wishbone Ash: Blowin' Free
1997: The Best Of Wishbone Ash
1997: Distillation
2002: Tracks
2003: Tracks 2
2007: Tracks 3
DVDs & Videos
1976: Lorelei
1989: Classic Rock Legends
2000: 30th Anniversary Concert - Live At Shepherds Bush Empire
2001: 25th Anniversary of the Marquee
2003: Almighty Blues - Live In London & Beyond
2004: Phoenix Rising - Classic Ash : Then & Now
2006: The Live Broadcasts
2006: Live At The Spirit Of '66
Singles
Blind Eye/Queen Of Torture (Januar 1971)
Jail Bait/Lullabye (September 1971)
No Easy Road/Blowin' Free (August 1972)
So Many Things To Say/Rock 'N' Roll Widow (Juli 1973)
Hometown/Persephone (November 1974)
Silver Shoes/Persephone (Februar 1975)
Outward Bound/Lorelei (November 1976)
Phoenix/Blowin' Free/Jail Bait (April 1977)
Front Page News/Diamond Jack (September 1977)
Goodbye Baby, Hello Friend (Oktober 1977)
You See Red/Bad Weather Blues (Live) (September 1978)
Come On/Fast Johnny (August 1979)
Living Proof/Jail Bait (Live) (Januar 1980)
Helpless (Live)/Blowin' Free (Live) (Mai 1980)
Underground/My Mind Is Made Up (März 1981)
Get Ready/Kicks On The Street (Mai 1981)
Engine Overheat/Genevieve (September 1982)
No More Lonely Nights/Streets Of Shame (Dezember 1982)
In The Skin/Tangible Evidence (Mai 1988)
Cosmic Jazz/T-Bone Shuffle (Juli 1989)
Trance Visionary/Wronged By Righteousness/Heritage/Powerbright (Oktober 1998)

Solo
Martin Turner
Walking The Reeperbahn

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