Zum
YouTube-Video wechseln

Player wird geladen ...

Verwerfen

As your browser speaks English, would you like to change your language to English? Or see other languages.

Biografie

Das Golden Gate Quartet gehört zu den bekanntesten und erfolgreichsten Interpreten der Gospelmusik.

Das Golden Gate Quartet wurde 1934 in Norfolk (Virginia) als Golden Gate Jubilee Singers gegründet; seinen heutigen Namen trägt es seit 1941.

Erste Lorbeeren erntete die Gruppe im Radioprogramm von Columbia (South Carolina) in den 30ern. Der nationale Durchbruch gelang indes mit der Teilnahme an John Hammonds berühmter Jazz-Revue From Spirituals to Swing 1938 in der Carnegie Hall. In der Folge traten die vier USA-weit im Radioprogramm sowie im Jazzclub Cafe Society auf. Als sie 1941 an der musikalischen Umrahmung von Präsident Roosevelts Amtseinführung mitwirkten, waren sie die erste schwarze Musikgruppe, die in der Washingtoner Constitution Hall auftreten durfte. Im selben Jahr veröffentlichte sie ihre erste Schallplatte und unternahm die erste Auslandstournee, die sie nach Mexiko führt.

Während des Zweiten Weltkriegs hielt die Popularität der Gruppe unvermindert an, wozu auch Kriegslieder wie Stalin Wasn't Stalling beitrugen. In dieser Zeit trat sie auch in mehreren Hollywoodfilmen auf, etwa in Star Spangled Rhythm, Hitparade, Hollywood Canteen und Bring On the Girls.

Nach dem Krieg konnte das Golden Gate Quartet seine überragende Stellung im Bereich des Gospel nicht behaupten, sondern musste den Ruhm mit neuen Gruppen wie etwa The Soul Stirrers teilen, die mitunter den gewandelten Zeitgeschmack besser trafen. Nicht zuletzt deswegen wandte sich das Quartett weitgehend von den USA ab und ging auf zahlreiche Auslandstourneen, die es u.a. nach Kanada, in mehrere europäische Länder, in den Nahen Osten sowie nach Japan führten. Dort trat es bisweilen auch gemeinsam mit Stars der Gastgeberländer auf, wie etwa mit Gilbert Bécaud, Jacques Brel oder auch Heino, mit dem das Golden Gate Quartet Schwarzbraun ist die Haselnuss auf Deutsch sang. Aus diesem Anlass trat The Golden Gate Quartett im Jahre 2005 bei Heinos vorläufiger Abschiedstournee als Ehrengäste auf. 1981 spielte das Golden Gate Quartet in der Basilika von Lourdes vor 2.500 Menschen – weitere 20.000 hatten keinen Einlass gefunden. 1990 gelang es gar in Bordeaux, ein Auditorium von 100.000 Menschen zu versammeln. Erst 1994 trat die Gruppe erstmals wieder in ihrer Heimat USA auf.

Das Golden Gate Quartet verfügt über ein breites stilistisches Spektrum, angefangen von Owens melancholischem Duktus in Stücken wie Anyhow oder Hush, Somebody's Calling My Name bis hin zu hochgradig synkopisch angelegten Arrangements wie Shadrach, Meshach und Abendigo. Oft arbeiteten sie auch mit speziellen Stimmeffekten, mit denen sie etwa in Liedern wie Golden Gate Gospel Train Zuggeräusche imitierten. Langfords zwischen Bariton und Falsett changierender Leadgesang kontrastierte häufig mit Johnsons Synkopen, die zum Markenzeichen der Gruppe werden sollten.

Zu den erfolgreichsten Gospels des Golden Gate Quartet gehören u.a. Swing Low, Sweet Chariot, Joshua Fit the Battle of Jericho, Ezekiel Saw the Wheel, Go Down, Moses, When the Saints Go Marching In, Nobody Knows the Trouble I’ve Seen und Rock My Soul. Aus dem Bereich der weltlichen Songs seien On the Sunny Side of the Street und If I Had a Hammer genannt.

Gründungsmitglieder waren die Studenten A. C. „Eddie“ Griffin, Robert „Peg“ Ford, Henry Owens und Bill Johnson. Kennzeichnend für die seit 1941 ihren jetzigen Namen tragende und bis heute aktive Gruppe ist ein erhebliches Maß an personeller Fluktuation: Bereits 1935 wurden Griffin und Ford durch William Langford und Orlandus Wilson ersetzt, 1938 Langford durch Clyde Riddick. 1948 wechselte Johnson zu The Jubalaires, Owen schließlich verließ die Gruppe, um Prediger und Solokünstler zu werden. Aber auch in der Folgezeit kam es immer wieder zu Nachbesetzungen, da einzelne Bandmitglieder zu anderen Gruppen wechselten, sich aus Altersgründen zurückzogen oder starben. Heute besteht das Quartett aus Paul Brembly (Bariton), Clyde Wright (Tenor), Frank Davis (Tenor) und Thierry Francis (Bass).

In besonderem Maße geprägt hat die Gruppe Orlandus Wilson, der dem Golden Gate Quartet von 1935-1994 als Bassist, Manager und Arrangeur angehörte.

Orlandus "Dad" Wilson starb am 31. Dezember 1998 in Paris im Alter von 81 Jahren.
1999 starb weiterhin der bereits seit 1994 im Ruhestand befindliche alte Weggefährte von Orlandus Wilson, Clyde Riddick, der dem Ensemble 54 Jahre angehörte.

Mit ihrem neuen Bass "Terry François" aus Martinique ging das Golden Gate Quartet 1999 unter der Leitung von Paul Brembly wieder auf Tour.

Diese Wiki bearbeiten

API Calls