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Biografie

Talk Talk war eine britische Band, die in den frühen 80er Jahren mit Synthie-Pop begann und sich ab etwa 1986, insbesondere zwischen 1988 und 1991, jedoch zu einer der innovativsten und einflussreichsten Bands dieser Zeit entwickelte. Talk Talk gelten bei vielen Kritikern als Taufpaten des Postrock. Ob ihre eigene (späte) Musik jedoch bereits als Postrock bezeichnet werden kann, ist umstritten.

Mitglieder

* Mark Hollis (* 4. Januar 1955) (Gesang/Keyboards/Songschreiber)
* Paul Webb (Bass) (* 16. Januar 1962)
* Simon Brenner (Keyboards)
* Lee Harris (Schlagzeug)

Entwicklung

Talk Talk wurden 1981 in London gegründet. Den Höhepunkt ihrer kommerziellen Karriere erreichten sie Mitte der 80er Jahre. Talk Talk produzierte Popmusik, die einen etwas ernsteren Ton anschlug, als die vieler zeitgenössischer Synthie-Pop-Bands. Damit erreichten sie Kultstatus.

Simon Brenner schied nach dem ersten Album aus. Dafür wurde Tim Friese-Greene ständiges Mitglied der Band, obwohl er nie als solches genannt wurde. Er komponierte mit Hollis zusammen und spielte vor allem diverse Tasteninstrumente. Das Album the Colour of Spring wurde ein großer kommerzieller Erfolg und so bekam die Band freie Hand. Es entstand ein künstlerisch avantgardistisches Werk, Spirit of Eden, bei denen u.a. Jazz-Größen wie Henry Lowther, der Violinvirtuose Nigel Kennedy und Instrument-Erfinder Hugh Davies mitmischten. Dieses anspruchsvolle Projekt konnte bei weitem nicht an den früheren kommerziellen Erfolge anknüpfen. Folgerichtig erscheint das letzte Album Laughing Stock 1991 auf dem Jazz-Label Verve. Später wurde dieser neue Stil als Post-Rock bezeichnet. EMI gab 1991 ein Remix-Album History Revisited heraus, das zu Rechtsstreitigkeiten mit der Band führte. Schließlich löste sich die Band auf.

Mark Hollis brachte 1998 als Solo-Künstler ein gleichnamiges Album heraus, hat sich aber aus der Musikszene seitdem zurückgezogen. Ein letztes extrem minimalistisches Stück wurde von ihm unter dem Pseudonym John Cope auf AV1 von Allinson/Brown veröffentlicht. Paul Webb und Lee Harris haben zusammen als .O.Rang zwei Alben 1994/1996 und eine EP 1994 herausgebracht, bei denen sie ohne gängige Songstrukturen vielfältige Klangteppiche ausbreiten. Bereits in dieser Zeit arbeiten sie mit der noch unbekannten Beth Gibbons zusammen. Lee Harris wird von diversen Bands, wie Midnight Choir oder Bark Psychosis als Drummer engagiert. 2003 veröffentlichte Paul Webb unter dem Pseudonym Rustin' Man zusammen mit Portishead-Sängerin Beth Gibbons das Album Out Of Season. Zusammen mit Lee Harris und einigen Portishead-Mitgliedern gehen sie auf Tour. Für die beiden Ex-Talk-Talk-Mitglieder ist es die erste Bühnenpräsenz seit dem 1986er Talk-Talk-Konzert.

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