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Er sieht so aus, als wären die 50er Jahre nicht ganz spurlos an ihm vorübergezogen: schlichter dreiteiliger Anzug, Hut und Hollywood-Krawatte. Und er interpretiert den Blues auf seine Weise: Ein tiefes Grummeln, ein stampfender Fuß, der Shaker im Off-Beat, der Motor läuft. „All my friends like a lowrider“, singt Benjamin Darvell aka „Son of Dave“ mit hoher Stimme, kurz darauf setzt er seine Mundharmonika an und spielt das Thema des bekannten Songs „Lowrider“ der Funkband „War“. Das hat Groove und seinen eigenen Stil. Um diesen zu entwickeln hatte er einiges an Zeit.

Seit 1986 Jahren ist er musikalisch aktiv, seit 1991 Mitglied der kanadischen Band „Crash Test Dummies“. Der Durchbruch gelang dem 41-jährigen Amerikaner Anfang 2008 mit seinem Album „03“ und dazugehörigen Fernsehauftritten. Seit seinem Auftritt bei „Later with Jools Holland“ auf dem britischen Sender BBC-2 hat er unter anderem „KT Tunstall“ und „Grace Jones“ als Fans.

Als willkommene Abwechslung zu weichgespültem Blues à la „BB King“ und „Eric Clapton“ ist „Son of Dave“ vor allem eines: innovativ. Versuche, die Urgroßmutter der Popmusik, den Blues, wiederzubeleben, wurden oft unternommen. Von der „Jon Spencer Blues Explosion“ über die „White Stripes“ und die „Black Keys“ gibt es noch dutzende andere Vertreter.

Das Besondere an Son of Dave ist vor allem seine Performance und die Tatsache, dass er in einem von der Gitarre dominierten Genre ohne diese auskommt. Mundharmonika, Mund-Perkussion, ein Shaker und ein stampfender Fuß, that’s pretty much it. Mit Hilfe eines Loop-Samplers ist er seine eigene Band, spielt Rhythmen ein, lässt diese wiederholen und doppelt seinen Gesang in Oktaven. Auf Platte arrangiert er seine Songs zusätzlich mit Piano, Lapsteel und Schlagzeug. Textlich handeln seine Stücke von „evil nasty women“, der guten alten Zeit und natürlich den genretypischen Höllenhunden, die jeden Bluesmusiker eines Tages verfolgen. Inhaltlich geht er also lieber auf Nummer sicher und bedient altbewährte Stereotypen. Ende 2008 erscheint sein neues Album „Wild West Show“, eine Art Konzeptalbum zur Besiedelung Amerikas, an dem „Son of Dave“ seit 1990 arbeitet und das sich eher in Richtung Countryblues bewegt.

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