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Biografie

Silver Convention war eine deutsche Disco-Formation der 1970er Jahre.

Die Gruppe Silver Convention wurde in München von dem Produzenten Michael Kunze ins Leben gerufen. Komponist war der damalige Studiopianist Sylvester Levay, dessen Spitzname „Silver“ der Gruppe den Namen gab. Die Gruppe war ein typischer Vertreter des sogenannten Munich Sound, einer Unterart der Disco-Musik der 1970er. Für ihre ersten Aufnahmen engagierten Kunze und Levay Studiomusiker und Studiosängerinnen. Nachdem sie mit der ersten Singleveröffentlichung "Save Me" unter dem Namen Silver Bird Convention im Jahre 1975 einen Hit im Vereinigten Königreich landen konnten, mussten sie reale Gesichter für die Studioformation finden. Sie engagierten schließlich Linda G. Thompson, ein Ex-Mitglied der The Les Humphries Singers, Penny McLean sowie Ramona Wulf für die Live-Auftritte. Penny McLean hatte schon mehrere Schallplatten als Solosängerin und im Duo herausgebracht und auch Ramona Wulf hatte unter ihrem Künstlernamen Ramona bereits zahlreiche Schlager veröffentlicht.
Nach dem Anfangserfolg mit "Save Me" gelang Silver Convention 1975 mit "Fly, Robin, Fly" ein internationaler Tophit. Der komplette Text des Songs besteht nur aus dem mehrfach wiederholten Satz „Fly, robin, fly, up up to the sky“. Damit erreichten sie Platz 1 der US-Charts, was einer deutschen Produktion vorher nur ein einziges Mal mit Bert Kaempferts "Strangers in the Night" geglückt war. Der Song über ein fliegendes Rotkehlchen bescherte den Machern Kunze und Levay einen Grammy Award für die beste R&B-Instrumentaldarbietung.
Der Nachfolgetitel "Get Up and Boogie" erreichte Platz 2 der US-Charts. Die nachfolgenden Singles boten vornehmlich eine Wiederholung des einmal erfolgreichen Sounds. Mit "No, No, Joe" und "Everybody’s Talkin’ ’Bout Love" konnten Silver Convention noch zwei mittlere Chartnotierungen erreichen. Ende 1976 verließ Linda G. Thompson die Band und wurde durch Rhonda Heath ersetzt. Im Jahre 1977 vertraten Silver Convention Deutschland beim Eurovision Song Contest in London mit dem Song "Telegram". Sie belegten Rang acht und erreichten in den deutschen Charts mit dem Titel zum letzten Mal die Top 30. Im Jahre 1978 ändert sich die Besetzung ein weiteres Mal. Für Penny McLean kam Zenda Jacks, die der Gruppe aber nur ein Jahr lang angehörte. Die letzte Single mit neuem Material wurde 1979 dann wieder mit Penny McLean aufgenommen.
Die Mitglieder der Anfangsbesetzung machten zeitgleich auch Soloaufnahmen und veröffentlichten sowohl Singles als auch Alben. Von Linda G. Thompson erschienen die Singles "Ooh What a Night" und "Come Softly", Ramona brachte die Singles "Save the Last Dance for Me", "Natural Man" und "Parlez-moi d’amour" sowie das Album "Natural Woman" heraus. Diese waren allerdings kommerziell wenig erfolgreich. Einzig Penny McLean konnte mit "Lady Bump" und "1-2-3-4 Fire" in Deutschland zwei Soloerfolge mit Top-Platzierungen in den Charts erzielen, des Weiteren Notierungen in den mittleren Rängen. Die von ihr herausgebrachten Alben trugen die Titel "Lady Bump", "Penny und "Midnight Explosion".

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