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Nevermore ist eine US-amerikanische Metal-Band aus Seattle, die 1991 aus der Band Sanctuary hervorging. Ihre stilistische Einordnung ist nicht einheitlich. Am häufigsten wird ihre Musik als Thrash Metal oder Power Metal eingestuft, gelegentlich wird auch auf Elemente aus dem Progressive Metal verwiesen.

Bandgeschichte

Nevermore entstehen aus den Überresten der aus Seattle stammenden Power-Metal-Band Sanctuary, die 1988 und 1990 zwei Alben (Refuge Denied und Into the Mirror Black) veröffentlicht hatten. Sänger Warrel Dane und Bassist Jim Sheppard sowie der auf der letzten Sanctuary-Tour dazugestoßene Gitarrist Jeff Loomis sind neben Schlagzeuger Van Williams die Eckpfeiler der Band. Nachdem die Band 1994 einen Plattenvertrag beim deutschen Label Century Media unterschrieben hatte, erschien ihr erstes Album, nevermore, Anfang 1995. Neil Kernon, der zuvor schon mit Queensrÿche gearbeitet hat, sitzt bei diesem Album an den Reglern.

Es folgen eine Europatour im Vorprogramm von Blind Guardian sowie eine Amerikatour mit Death, bevor 1996 eine EP namens In Memory erscheint, die größtenteils Songs enthält, die es nicht auf das Debütalbum geschafft hatten. Eine weitere Europatour mit Iced Earth folgt, bevor Nevermore noch im selben Jahr den etwas vertrackten Nachfolger The Politics of Ecstasy veröffentlichen. Mittlerweile gehört Pat O'Brien zum Line-up der Band. Er verabschiedet sich kurze Zeit später allerdings in Richtung Cannibal Corpse. Sein Nachfolger wird Tim Calvert, zuvor bei Forbidden. Mit ihm spielt die Band das 1999 erscheinende Album Dreaming Neon Black ein. Eine Headlinertour durch Europa mit Morgana Lefay und Sacred Steel festigt ihren Status als hervorragende Liveband. Allerdings ist auch Calverts Verbleib bei der Band nur von begrenzter Dauer.

Das darauffolgende Dead Heart in a Dead World wird deswegen mit Loomis als alleinigem Gitarristen eingespielt. Dead Heart in a Dead World gilt als das Album, das der Band den endgültigen Durchbruch in der Metalszene bringt. Kritiker und Fans sind sich allerorts weitgehend einig. Es rückt die Band vom ewigen Insidertipp ins Rampenlicht der Szene. Maßgeblichen Einfluss auf das Endergebnis der Platte hat Produzent Andy Sneap. Auf den Tourneen unterstützt Curran Murphy die Band als zweiter Gitarrist. Einer Amerikatour mit Fates Warning sowie im September 2001 mit Savatage folgt eine Europatournee mit Annihilator. Murphy wechselt nach der Tour zu letzteren, und so stehen Nevermore erneut ohne zweiten Gitarristen da. Sein Nachfolger wird der ehemalige Testament- und Vicious Rumors-Gitarrist Steve Smyth, der allerdings vorerst nur als Livegitarrist zur Band gehört und auf dem 2003 erscheinenden Folgealbum Enemies of Reality nicht zu hören ist.

Weil Century Media aufgrund des auslaufenden Vertrages mit der Band das Produktionsbudget limitiert, wird Enemies of Reality zu Hause in Seattle mit Kelly Gray als Produzenten aufgenommen. Das Klangergebnis gilt bei vielen Fans und auch bei der Band als enttäuschend, und so erscheint 2005 eine von Andy Sneap neu abgemischte Version der Platte. Ungebremst ist trotz des unbefriedigenden Sounds die Popularität der Band. So platziert sich das Album in den deutschen Charts auf Platz 34 und schafft auch in Italien und den Niederlanden den Sprung in die Hitparaden. Eine Co-Headlining-Tour durch Europa mit Arch Enemy sowie eine US-Tour mit Children of Bodom, Dimmu Borgir und Hypocrisy beenden die Promotion für Enemies of Reality.

Die Band verlängert ihren Vertrag bei Century Media und so wird das nächste Album wieder mit dem Wunschproduzenten Andy Sneap aufgenommen. This Godless Endeavor erschien im Juli 2005 und Nevermore sind Teil der von Dave Mustaine initiierten Gigantour durch die USA, bei der auch Bands wie Megadeth, Dream Theater oder Fear Factory mit dabei sind. Anschließend folgt eine Europatournee mit den Supportbands Dew-Scented und Mercenary. This Godless Endeavor steigt in Deutschland auf Platz 26 der Albumcharts ein und schafft auch in Ländern wie Frankreich, Italien und der Schweiz den Sprung in die Hitparaden. Außerdem ist es „Album des Monats“ in diversen Szenezeitschriften.

Im Januar 2008 hörte Chris Broderick, der die Band auf Tour begleitete, bei Nevermore und bei Jag Panzer auf, da er durch seine neue Aufgabe als Leadgitarrist bei Megadeth ausgelastet war. Warrel Dane und Jeff Loomis veröffentlichten im gleichen Jahr jeweils ihre Soloalben. Am 28. Mai 2010 erschien nach fünfjähriger Pause das Album The Obsidian Conspiracy. Als Tour-Gitarrist wurde der Ungar Attila Voros bestätigt.

Am 21. April 2011 gaben Jeff Loomis und Van Williams ihren Ausstieg bei Nevermore bekannt. Dies wurde begründet mit musikalischen und persönlichen Differenzen.

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