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Nachtvorst aus den Niederlanden dürften bislang ausschliesslich den Tape-Fetischisten bekannt sein, denn ausser den beiden Kassetten “Kerkenbrand” und “Nacht der Stervende Zielen” war bislang nichts zu hören oder festzustellen von Leopold und Erghal, den Individuen hinter dem orangenen Depressions-Kommando.
Wer aufgepasst hat, dem dürfte der Name Erghal nicht entgangen und auch mit einem gewissen Bekanntheitsgrad verbunden sein - hauptaugenmerklich ist der Herr nämlich Seele des Depressive Black Metal-Monsters Eindig und Dreh- und Angelpunkt der nachbarländischen Melancholie-Szene.
Wir dürfen also auf grosses hoffen bei “Stills“, dem Debut von Nachtvorst!
Und ganz so depressiv wie recherchiert geht man ja gar nicht zu Werke - eher ist es bodenständiger, ursprünglicher Schwarzmetall, den die beiden Nachtgeister aufzubieten haben, der freilich Aspektesuizidaler Dunkelkunst beinhaltet, aber zumindest in meinen Ohren nicht darauf aufbaut. Behäbig bis garstig schreitet man voran, Leopold bedient die Instrumente, Erghal leiht seine Stimme. Ehe man es sich versieht wird man eingewickelt von den minimalistischen Klangbauten, die im Laufeder Spielzeit ihre Gegenwart durchscheinen lassen und ein Gesamtbild schaffen, das den Spagat zwischen damals und heute perfekt auf die Platte bringt. Hierin liegt auch die Ausgewogenheit des Songwritings, das sich seiner Facetten bewusst zu sein scheint; üppige Instrumentalparts, man vergleiche “Murmurs“, gehen einträchtig einher mit agilen Hasspassagen, die immer wieder den freiwilligen Kniefall wagen und in seichte Gewässer abdriften, man höre “Wandering” (die zweite Hälfte reisst alles nieder) oder “Epitaph“.

Auf der Suche nach dem berühmten roten Faden wird man vordergründig nicht fündig, hintergründig ist es aber purer Genuss sich fallen zu lassen ins Wechselspiel von “Stills“, einem Album, das mit den Jahren reifen und immer ein Stück wohlschmeckender werden dürfte.
Ein Lob zum guten Schluss noch an den Sound, der zwar an allen Ecken und Enden ausbaufähig ist, sich jedoch perfekt an die Musik anpasst und die Authentizität abrundet. Nachtvorst haben bei mir ins Schwarze getroffen, daher empfehle ich “Stills” gerne weiter an alle, die gepflegte Abwechslung wünschen und die Schnauze voll haben von den Kinderzimmer-Bands der heutigen Zeit. Label: Black Devastation Records

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