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Mark Freuder Knopfler, OBE (* 12. August 1949 in Glasgow) ist ein schottischer Musiker und früherer Journalist (Yorkshire Evening Post) und Dozent (Loughton College, Leeds). Er ist mehrfacher Grammy-Gewinner und war Kopf und Gründer der Classic Rock-Gruppe Dire Straits, mit der er weltweite Bekanntheit erlangte. Mit insgesamt etwa 115 bis 120 Millionen verkauften Tonträgern (Dire Straits und Solo) zählt er zu den „best-selling music artists“ der Musikgeschichte. Das Album Brothers in Arms allein brachte es bis jetzt auf über 30 Millionen Verkäufe. Mark Knopfler wird häufig zu den besten E-Gitarristen der Welt gezählt. Im Rahmen seiner Solokarriere schrieb Mark Knopfler auch Musik für einige Filme wie Local Hero, Die Braut des Prinzen, Cal, Last Exit to Brooklyn und Wag the Dog. Er arbeitete unter anderem mit bekannten Country-Musikern wie Chet Atkins, Emmylou Harris oder John Anderson, aber auch mit Bob Dylan, Eric Clapton, Van Morrison oder Sting zusammen. Ende der 1980er-Jahre war er Gründungsmitglied der britischen Country-Formation The Notting Hillbillies. Er schrieb für Tina Turner die Single Private Dancer und verhalf ihr damit 1984 zu einem Comeback.

Leben

Mark Knopflers Vater war ein jüdischer Architekt, dessen Sympathien für die Kommunisten ihn zur Flucht aus dem faschistischen Ungarn zwangen. Marks Mutter war Engländerin. Geboren in Glasgow, zog er mit seiner Familie in den 1950er-Jahren in das im Nordosten Englands gelegene Newcastle-upon-Tyne. Er lernte das Gitarrespielen als Teenager und begann nach seinem Abschluss für die Yorkshire Evening Post in Leeds zu schreiben. Diese Anstellung und gelegentliche Auftritte in Clubs ermöglichten es ihm, sein Journalistikstudium an der University of Leeds zu finanzieren, das er 1973 erfolgreich abschloss. In London gründete er 1977 gemeinsam mit seinem Bruder David Knopfler, dem Bassisten John Illsley und dem Schlagzeuger Pick Withers die Dire Straits. Der Name (ernste Notlage) bezieht sich auf die damalige schwierige finanzielle Situation der Band.

Musikalisch wurde Knopfler in seiner Jugend, wie er im Oktober 2004 in einem Interview mit dem Radiosender Ö3 erzählte, stark von der Band The Shadows, insbesondere vom Gitarristen der Band Hank Marvin beeinflusst. Da dieser nämlich eine rote Fender Stratocaster spielt, musste Knopflers erste Gitarre auch rot sein. Vergleicht man zum Beispiel die Gitarre im Song Atlantis von den Shadows mit der der Stücke Our Shangri-La und Everybody Pays auf Knopfler's Album Shangri-La kann man hören, wie sehr ihn Marvins Sound inspiriert hat. Der US-amerikanische Musiker J.J. Cale zählt ebenfalls zu seinen Einflüssen. Zu seinen Lieblingsmusikern gehören unter anderem auch Bob Dylan, Eric Clapton, Jimi Hendrix, Gillian Welch und Van Morrison. Für Bob Dylan produzierte Mark Knopfler 1983 später sogar das Album Infidels.

Charakteristisch ist, neben seiner rauchigen Stimme, seine Art des Gitarrenspiels, bei dem die Saiten der E-Gitarre mit den Fingerkuppen angeschlagen werden. Damit und mit der Technik, beim Anschlag der Saite den Lautstärkeknopf aufzudrehen, entstand Knopflers typischer Klang. Für gewöhnlich spielt Knopfler eine Fender Stratocaster. Fender hat ihm sogar ein eigenes Signature-Modell in der typischen roten Farbe „Hot Rod Red“ gewidmet. Er spielt aber auch andere Gitarren wie Gibson Les Paul, National Style O, Schecter, Gretsch oder Rickenbacker und auf der Shangri-La-Tournee 2005 Instrumente von Danelectro und Silvertone. Eine seiner bevorzugten Live-Gitarren ist die MK-II aus dem Hause Pensa.

Mark Knopfler lebt heute relativ zurückgezogen mit seiner Frau Kitty Aldridge, einer englischen Schauspielerin, und seinen Töchtern Isabella (* 1998) und Katya (* 2003) in Notting Hill. Aus seiner ersten Ehe hat er die Zwillingssöhne Benji und Joseph (* 1987).

Stil

Mark Knopfler ist einer der wenigen E-Gitarristen, die ohne Plektrum spielen. Dies ist der Stil eines klassischen Gitarristen, den zumeist die „ehemaligen Klassiker“ oder diejenigen haben, die auch auf der Konzert- oder Westerngitarre unterwegs sind. Knopfler spielt fast immer mit den Fingern, obwohl er nach eigener Aussage immer ein Plektrum in der Tasche hat; für „Notfälle“. Eine weitere Besonderheit seines Stils ist, dass er grundsätzlich Gitarren für Rechtshänder spielt, obwohl er selbst Linkshänder ist.

Der typische Knopfler-Sound setzt sich aus filigranem Fingerpicking (ohne Plektrum) und einem besonders reinen scharfen Ton zusammen; dafür verantwortlich zeichnet Knopflers rote Fender-Stratocaster-Gitarre, die mit drei Fender-Single-Coil-Tonabnehmern vom Typ Texas Special und einem Fünf-Weg-Tonabnehmerwahlschalter ausgestattet ist.

Solo-Karriere

Nach den Jahren mit Dire Straits widmete sich Knopfler seiner Solo-Karriere. In den Jahren 1994 und 1995 nahm er in Dublin und London seine erste Solo-CD Golden Heart auf, die ganz seiner Frau Kitty Aldridge gewidmet ist. Spitzenmusiker, wie der aus Chicago stammende Gitarrist Richard Bennett, Bassist Glenn Worf, Pianist Jim Cox und Schlagzeuger Chad Cromwell nahmen mit ihm diese Platte auf. Außerdem begleitet ihn bis heute sein Dire-Straits-Kollege, der Keyboarder oder mittlerweile Multi-Instrumentalist Guy Fletcher. Später wurde diese Besetzung die „96ers“ genannt. All diese Musiker spielen mindestens zwei Instrumente und haben sich in der Nashville-Szene, also eher im Country-Bereich einen Namen gemacht. Auf dem Album Golden Heart hat Knopfler auch einige Titel mit irischen Folkmusikern, u. a. Donal Lunny, Liam O'Flynn, Seán Keane und Máirtin O'Connor, aufgenommen (beispielsweise das Intro von Darling Pretty, A Night In Summer Long Ago oder Done With Bonaparte). Anstatt einer ausgedehnten Tournee wie in Dire-Straits-Zeiten folgte 1996 eine kleine Tour durch Europa.

Von 1996 bis 1998 tourte er mit den Notting Hillbillies wieder durch Großbritannien. Außerdem schrieb er in diesen Jahren die Soundtracks für die Filme Metroland und Wag the Dog.

Im Gedenken an die Opfer des Schulmassakers in der schottischen Stadt Dunblane vom 16. März 1996, bei dem in der Dunblane Primary School 16 Schüler und ihr Lehrer getötet wurden, nahm Ted Christopher mit einem Schülerchor aus Dunblane und Mark Knopfler an der Solo-Gitarre den Bob-Dylan-Klassiker Knockin' On Heaven's Door neu auf, bei der Christopher eine Strophe passend zur Tragödie dazuschrieb. Mit dieser Aufnahme wurden auch gleichzeitig Spenden gesammelt, die einem neuen Gemeindezentrum der Stadt zugute kamen.

Am 15. September 1997 fand auch in der Londoner Royal Albert Hall ein Benefizkonzert für die Insel Montserrat statt, wo Knopfler mit den Dire Straits ihr erfolgreichstes Album Brothers In Arms aufgenommen hatten. Knopfler gab seine Lieder Local Hero - Wild Theme, Brothers In Arms und Money For Nothing zum Besten, außerdem spielte er bei Nummern von anderen Musikern Gitarre - das waren unter anderem Eric Clapton, Phil Collins, Sting und Paul McCartney.

In den Jahren von 1998 bis 2000 nahm Knopfler mit seinen Musikern sein zweites Soloalbum Sailing To Philadelphia, mit der Hitsingle What It Is, in Nashville auf. Das Album war in den Hitparaden sehr erfolgreich. In Österreich kam es auf Platz 2, in Deutschland sogar auf Platz 1. Sailing To Philadelphia unterscheidet sich stark von Knopflers zuvor erschienenen Alben. Bis auf wenige Ausnahmen, wie What It Is oder Silvertown Blues sind die meisten Lieder vom US-amerikanischen Country-Stil geprägt. Das Album beinhaltet auch Duette mit James Taylor und Van Morrison. 2001 folgte eine Tournee, die Knopfler erstmals nach Südamerika führte. Diese Tournee war größer als die Golden-Heart-Tour.

Im Jahr 2000 schrieb er den Soundtrack für den Film A Shot At Glory. Im selben Jahr zog sich Ed Bicknell als Knopflers Manager, der zuvor auch die Dire Straits gemanaget hatte, zurück. Seine Aufgabe übernahm Paul Crockford.

Im Juli 2002 gab Knopfler vier Wohltätigkeitskonzerte, wo er sich im ersten Teil der Auftritte mit den Notting Hillbillies wiedervereinte und im zweiten Teil mit Musikern der Dire Straits (John Illsley am Bass, Chris White am Saxophon und Danny Cummings am Schlagzeug) spielte (Mark Knopfler am 24. Juli 2002: „…and in the second part we gonna attend a straits thing!“). Auf diesen Konzerten spielte er zum ersten Mal auch die Lieder Quality Shoe und Why Aye Man, die auf seinem nächsten Album erschienen.

Sein drittes Soloalbum The Ragpicker's Dream – wieder in Nashville aufgenommen – war noch stärker vom Country-Stil geprägt, als der Vorgänger. 2003 musste Knopfler wegen eines Motorradunfalls die Tournee für das Album absagen.

Im Februar 2004 begann er mit seiner Band in Los Angeles sein viertes Soloalbum Shangri-La aufzunehmen. Das Titelstück Our Shangri-La drückt Knopflers Dankbarkeit für das Glück aus, dass bei seinem Motorradunfall nichts Schlimmeres passiert war. Die Textzeile „This is all the heaven we've got, right here where we are“ soll uns daran erinnern, unser Leben zu schätzen und zu genießen. Eine limitierte DVD, zeigt das Making-Of dieser CD mit Interviews der Band. 2005 folgte wieder eine große Tournee, die ihn erstmals seit 1992 wieder nach Australien führte.

In den Jahren 1999 bis 2005 hatte Mark Knopfler einige Titel mit der Country-Sängerin Emmylou Harris aufgenommen. Diese Lieder wurden zu einem Duett-Album mit dem Titel All The Roadrunning zusammengestellt, das im April 2006 veröffentlicht wurde. Danach gingen die beiden auf Tournee durch Europa und die USA. 2006 war Mark Knopfler auch zweimal in Deutschland zu sehen. Im Rahmen seiner Konzertreise „An Evening Of Duets“ mit Emmylou Harris spielte er am 28. Mai 2006 in der Color Line Arena in Hamburg und am 6. Juni 2006 in der Frankfurter Festhalle. Auf dieser Tour wurde Knopfler von Richard Bennett (Rhythmusgitarre), Glenn Worf (Bass & Backgroundgesang), Matt Rollings (Keyboards & Backgroundgesang), Guy Fletcher (Keyboards & Backgroundgesang), Danny Cummings (Schlagzeug) und Stuart Duncan (Fiddle, Mandoline und Akustikgitarre) begleitet. Zu dieser Tournee ist im November 2006 eine Live-DVD beziehungsweise Live-CD mit dem Titel Real Live Roadrunning erschienen.

Am 20. September 2006 gab Knopfler ein Benefiz-Konzert in der amerikanischen Stadt Boothbay im Bundesstaat Maine für die Rettung des alten Opernhauses am Boothbay Harbor. Mark spielte mit Guy Fletcher (Keyboards & Gitarre), Richard Bennett (Gitarre) und Glenn Worf (Bass) ohne Schlagzeuger. Dafür waren in diesem knapp zwei Stunden langen Auftritt Titel von seinen Solo-Alben dabei, welche Knopfler noch nie zuvor live gespielt hatte, was dieses Konzert zu etwas ganz Besonderem machte.

Am 29. Mai 2007 wurde eine Neuaufnahme von Knopflers Ballade Brothers In Arms veröffentlicht, die daran erinnern soll, dass sich 2007 der Falklandkrieg zum 25. Mal jährt. Die Einnahmen unterstützen bedürftige Veteranen dieses Kriegs. Mark Knopfler nahm diese neue Version in den legendären Abbey Road Studios in London in einer „One-Take-Session“ auf.

Im Winter und Frühling 2007 arbeitete Mark Knopfler mit Guy Fletcher, Glenn Worf und Danny Cummings im Studio in London an seinem Soloalbum Kill To Get Crimson, das im September 2007 veröffentlicht wurde. Es ist ein ruhiges Album, das viele Texte mit Handlungen oder historischem Hintergrund beinhaltet. Der Titelsong Let It All Go mit der Textzeile "Kill To Get Crimson" handelt beispielsweise über einen Maler, der Leute umbringen hätte können, um die Farbe Purpur zu bekommen. Auf dem Album sind auch wieder viele Folk-Instrumente, wie Akkordeons, Violinen und Flöten zu hören. Auch Saxophonist Chris White war wieder mit von der Partie und ist auf dem Song In The Sky zu hören.

Zurzeit befindet sich Mark Knopfler auf seiner Promotion-Tour für das neue Album. Bemerkenswert zu dieser Promo-Tour ist jedoch, dass Knopfler mit seiner Band nicht wie früher nur kurze Auftritte spielt, sondern dass er in kleinen Konzerthallen sogenannte "Showcases" spielt und zirka eine Stunde Programm liefert.

Die Kill-To-Get-Crimson-Tour startete Ende März 2008 in Amsterdam. Die Setlist beinhaltet vom Kill-To-Get-Crimson-Album allerdings nur die Titel "True Love Will Never Fade" und "The Fish And The Bird".

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