Zum
YouTube-Video wechseln

Player wird geladen ...

Verwerfen

As your browser speaks English, would you like to change your language to English? Or see other languages.

Biografie

Liam Lynch (* 5. September 1970 in Akron, Ohio) ist ein US-amerikanischer Musiker, Puppenspieler und Regisseur.

Liam Lynch wurde vor allem als Regisseur von Musikvideos bekannt. Beispiele sind dafür das Musikvideo der Band Foo Fighters „Times Like These“ oder der Band Tenacious D zum Song „Tribute“. Er führte ebenfalls Regie beim Tenacious D Film Kings of Rock.

Die frühen Jahre

Liam Lynch wurde in Akron, Ohio, geboren. Als er drei Jahre alt war, bekam er einen Kassettenrecorder geschenkt, mit dem er schon seine eigenen Sendungen aufnahm.

Im Alter von neun Jahren siedelte er mit seiner Familie nach Hudson Ohio über. Ein kleines Städtchen, in dem er begann, gegen die angrenzende Umgebung zu rebellieren. Liam lernte Gitarre zu spielen und schrieb seine ersten Geschichten. In dieser Zeit traf er auch seinen besten Freund und späteren Kreativpartner, Matt Crocco, welcher von New York City nach Hudson gezogen war.

Als Liam in der fünften Schulstufe war, nahm er testweise an einem Programm für „begabte“ Studenten teil. In diesem Programm waren drei Schultage pro Woche dafür reserviert, sich mit Wissenschaftlern zu treffen, in einem Fernsehstudio mit zu arbeiten, an Poesiekursen teil zu nehmen und Museen zu besuchen. Ebenfalls wurden bei ihm damals Farbenblindheit, Legasthenie, Konzentrationsstörungen und eine Sehstörung diagnostiziert.

In der zehnten Schulstufe entschied Liam sein eigenes Album aufzunehmen. Er sparte Geld, welches er durch Nebenjobs und Flohmärkte verdiente und ging damit zu einem lokalen Aufnahmestudio. Dieses Album war im wahrsten Sinne des Wortes ein Solo Album. Liam war dabei Komponist, Produzent und spielte alle Instrumente. Er produzierte mit 17 ein weiteres Album, welches er mit den Einnahmen von lokalen Auftritten verdiente. Mit dem gewonnenen Geld wollte er ein Stipendium für begabte Kinder mit Lernschwächen ins Leben rufen.

Nachdem er die Hudson High School abgeschlossen hatte, ging er auf die Kent State University. Sein Freund Matt Crocco folgte ihm bald. „Die Leute auf der Kent sind noch größere Freaks als ich“, meinte Lynche zu dieser Uni. Liam besuchte unter Anderem Kurse wie Schriftstellerei, Afrikanische Geschichte, Glasblasen und Bildhauerei.

Während Liam in Kent war, siedelten seine Eltern nach Luisville in Kentucky über. Dort lernte er durch einen gemeinsamen Freund Michael Taylor kennen und auch den Komponisten Phil Copeland. Man nimmt an, dass er wegen Copeland nach Nashville in Tennessee zog. Mittlerweile war Liam von der Kent University gelangweilt und wechselte auf die Belmont University in Nashville. Diese Uni verließ er nach nur drei Schultagen.

Er widmete sich weiter der Musik und spielte zu jener Zeit als Frontmann der Band Owen's Ashes. Die Musik dieser Band war theatralisch und sehr kompliziert. Er mietete sich ein Studio und versetzte die Nashviller Musik Szene mit seiner neuen Band in Aufruhr. Während dieser Zeit wurde er Brian Hardin vorgestellt, welcher einige Demos mit Owen's Ashes aufnahm. Das geschah bei 16th Ave Sound, dem Quad Studios und Sound Barrier. Während dieser Aufnahme behauptete Lynch, dass seine Zeit bei der Band ein Fehler war: „Für drei Jahre in heruntergekommenen Bars zu spielen, auf Tour zu gehen und als Tellerwäscher zu arbeiten.“

Die 90er

Ein naher Freund fand einen Artikel im Rolling Stone Magazin: Sir Paul McCartney möchte eine einzigartige Schule für darstellende Kunst eröffnen (LIPA (Liverpool Institute for Performing Arts)). Er gab Lynch die Information, wie er sich dort bewerben könne. Lynch, zu diesem Zeitpunk 26 Jahre alt, war einer von 40 Musikern, die weltweit ausgewählt wurden. Er war sogar einer jener 5 Schüler, die von McCartney handverlesen wurden, um Gitarre im Einzelunterricht zu lernen. Liam arbeitete dann in einigen Aufnahmestudios unter Anderem mit dem Beatles Produzenten George Martin oder dessen befreundeten Kollegen dem ex-Roxy Music Mitglied Brian Eno.

Während dieser Zeit erarbeitete er das Konzept für die Sifl and Olly Show. Lynch wollte etwas auf die Beine stellen, bei dem er auch die alten Musikaufnahmen verwenden konnte, die er und Matt Crocco einst aufnahmen. Als Weihnachtsgeschenk für Matt wollte er einen Film im Stop Motion Verfahren herstellen. Liam hatte aber weder das Geld noch die Ausrüstung für so ein Vorhaben. Alles, was er an Material fand, waren Socken. Aus diesen bastelte er Puppen, borgte sich eine Video Kamera und Sifl & Olly waren geboren. Später sagte Lynch: „Es hätten auch Kübel sein können…“

1996 sendete Lynch einige der Videos an MTV Europe mit der Idee, diese als Kurzfilme zwischen Sendungen oder Videoclips zu spielen. Nach einem Jahr waren diese Kurzfilme schon halbstündige Shows. 1997 kehrte er aus Liverpool nach Nashville zurück, um mit seinen alten Freunden Matt Crocco und Michael Taylor an der Sifl and Olly Show weiter zu arbeiten. Kurz ging er wieder nach Liverpool zurück, um sein Studium abzuschließen. MTV USA begann die Sifl & Olly Show zu senden (im Juli 1998) jedoch hielt sich die Show nur für zwei Staffeln. Das rief einen Fankult hervor, der als „Sockheads“ (Sockenköpfe) bekannt wurde. Es wurde geplant eine dritte Staffel auf der MTV Homepage zu veröffentlichen, dieses Vorhaben wurde jedoch nie umgesetzt. Die dritte Staffel ist heute nur als DVD erhältlich.

Das Lied "United States of Whatever" wurde während der zweiten Staffel in einer der MTV Episoden von Sifl & Olly gespielt. Nach Einstellung der Show nahm Lynch diesen Song und veröffentlichte ihn auf einer Sampler CD. Zu seiner Überraschung kam United States of Whatever in die Top Ten der Britischen Charts. Schnell wurde der Song als Single veröffentlicht und auch in den USA populär. Auch wurde der Song für die Werbung von Tony Hawk's Underground verwendet. Tony Hawk hatte auch einen Gastauftritt in der dritten Staffel von Sifl & Olly.

Die 2000er

Während der zweiten und dritten Staffel der Sifl & Olly Show nahm Liam ein Soloalbum mit dem Titel Fake Songs auf. Dieses Album wurde durch EMI in den USA am 9. April 2003 veröffentlicht (UK folgte im Juni 2003). Gemeinsam mit der CD kam eine DVD mit dem Titel "Fake Movies" auf den Markt. Dort gab es unter Anderem Puppentheater (Stop Motion), Computeranimationen, Musikvideos, Satiren und Heimvideos sowie eine „Hinter den Kulissen“ Sektion zu sehen.

Während der Arbeiten am Album arbeitete Liam auch für die Foo Fighters (UK Version des Songs "Times Like These"), produzierte eine DVD für No Doubt, Tenacious D, und Eagles of Death Metal und komponierte die Musik für die MTV Animationsserie Clone High.

2005 führte Lynch Regie bei dem Sarah Silverman Film "Jesus is Magic".

2006 veröffentliche Lynch das Album How to Be a Satellite. Er führte auch beim Tenacious D Film Kings of Rock - Tenacious D und dem gleichnamigen Musikalbum The Pick of Destiny Regie, auf dem er sogar Gitarre spielte.

Podcast

Aktuell betreibt Liam Lynch einen sehr populären Podcast unter dem Namen LynchLand. Dort findet man unter Anderem, Videoanimationen, Lieder von seinen Alben und speziellen Gästen. Derzeit hat sein Podcast rund 90.000 User. Um im Gegensatz zu anderen Anbietern diesen Dienst gratis zu betreiben, verkauft er Alben, T-Shirts und anderen Merchandise.

Diskografie

* Eel
* Fake Songs
* History of America? (with Matt Crocco)
* Camp Sunny Side Up (with Matt Crocco)
* We're All Nighters
* How to Be a Satellite

Trivia

* Dhani Harrison, der Sohn von George Harrison, hatte einen Auftritt in der dritten Episode von LynchLand. Er ist ein persönlicher Freund von Lynch.
* United States of Whatever ist der Rekordhalter für den kürzesten Song der die Top 10 der UK Charts erreichte (Dauer: 1 Minute 26 Sekunden).
* Lynch ist ein großer Befürworter des Klonens. Er ist einer der wenigen Besitzer eines kommerziell geklonten Haustieres. Seine Lieblingskatze, Frankie Forcefield, wurde im März 2006 getötet. Er kaufte einen erfolgreichen Klon im September 2006 bei Genetic Savings and Clone. Diese Katze heißt Finnigan Forcefield.

Diese Wiki bearbeiten

API Calls