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Biografie

King Orgasmus One ist ein Pseudonym des deutschen Rappers, Labelchef und Pornoproduzenten Manuel Romeike aus Berlin.

Er agiert in seinen Filmen ausschließlich als Produzent oder Kameramann, aber nie als Darsteller. In seinen Liedern rappt er vor allem über Partys, Drogen, Sex und Gewalt und gilt als einer der sexistischsten Rapper Deutschlands. Er bezeichnet sich selbst auch als den „härtesten Rapper Deutschlands“ und als Frauenfeind. Seine 2003 erschienene CD Fick mich… und halt dein Maul! wurde 2004 von der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien indiziert. King Orgasmus One war auch einer der Rapper, die die SPD-Politikerin Monika Griefahn (Vorsitzende des Medienausschusses im deutschen Bundestag) nannte, als sie im Juni 2005 eine stärkere Kontrolle von Hip-Hop-Songs und Videos in Radio und Fernsehen forderte. Unter anderem hat er Gastauftritte auf Samplern des Labels Shotgun Records.

Geschichte

King Orgasmus One legte bereits 1996 regelmäßig Platten auf und begann, auf deren Beats zu rappen. Er beschloss, selbst Musik zu produzieren und sich damit einen Nebenverdienst zu ermöglichen.

Bis 1998 arbeitete er unter dem Pseudonym Def Bringer. Er beschloss, das Wortspiel Ohrgasmus zu seinem neuen Namen zu machen; da es allerdings auf dem Cover aussah wie ein Druckfehler, wurde der Name später in Orgasmus geändert.

Auf seinem ersten offiziellen Track ist King Orgasmus One noch mit seinem alten Schulkameraden Frauenarzt zu hören, der unter anderem auch sein Tape Sexkönig produziert hat.

Die ersten beiden Alben von King Orgasmus One wurden bei dem Label Bassboxxx verlegt. Das zweite Album erschien unter dem Titel „Es gibt kein Battle“ (2000). Ein Jahr später verließ King Orgasmus One das Label. Er gründete sein aktuelles, eigenes Label I Luv Money Records, welches auch sein drittes Album Tag der Abrechnung veröffentlichte. Das vierte Album erschien unter dem Titel Mein Kampf – Musik für Männer, sein fünftes mit dem Titel Fick Mich…und halt dein Maul wurde von der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien indiziert. Sein Debüt „Sexkönig“ wurde am 19. Mai 2006 wegen gewaltpornographischer Inhalte vom AG Tiergarten komplett beschlagnahmt. Die Beschlagnahme bezieht sich auf die CD-Version des Albums. Weitere Alben Romeikes wurden der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien zur Prüfung vorgelegt und in Deutschland indiziert.

Am 6. Juli 2007 ist King Orgasmus achtes Soloalbum La petite mort erschienen. Es enthält Gastbeiträge von unter anderem MC Basstard, Taktlo$$, B-Tight, Tarek von K.I.Z., Bass Sultan Hengzt und Isar. Am 19. Oktober folgte die Veröffentlichung des Albums Currywurst mit Darm, welches der Rapper unter dem Pseudonym Imbiss Bronko aufgenommen hatte.

Vom 6. bis zum 7. Juni trat King Orgasmus One als Headliner beim ersten deutschen Porno-Rap-Festival in Philippsburg auf. Die Veranstaltung fand im SwingerClub Karree statt.

Fernsehauftritte

Am 10. April 2007 nahm Romeike in der ARD an einer Diskussionsrunde zu dem Thema Früher, härter, unromantischer – Sex ohne Liebe? teil. Die Diskussion fand im Rahmen der TV-Show Menschen bei Maischberger statt und wurde von Alice Schwarzer moderiert, die die sich im Mutterschaftsurlaub befindende Sandra Maischberger vertrat. Statt King Orgasmus One sollte eigentlich Bushido an der Diskussion teilnehmen, dieser hatte jedoch im Vorfeld abgesagt.

Im Rahmen der Sendung wurde Romeike mit mehreren seiner menschen- und frauenverachtenden Liedtexte konfrontiert und bestätigte unter anderem, dass er seit mehreren Jahren Pornofilme u. A. in Prag produziert. Die Kritik an seinen Texten konnte Romeike nicht nachvollziehen. Insbesondere vermochte er nicht zu erklären, warum er Frauen in seinen Texten generell als fremdbestimmte Huren und im Vergleich zu Männern minderwertige Subjekte darstellt, die diesen prinzipiell zur freien sexuellen Verfügung zu stehen hätten, da sie Gegenstände und gerade keine gleichwertigen Menschen seien. Er berief sich auf die Freiheit der Kunst und Ironie und räumte ein, dass seine eigene Partnerin die Texte und seine Musik nicht mag. Außerdem wehrte er sich gegen den Vergleich sexueller Handlungen, die in seinen Texten auftreten, mit realen Gewaltverbrechen. Er nannte seine Texte „erotisch“ und betonte, dass er auch „Sachen mit anderem Hintergrund“ schaffen würde und seine Texte eine „Art Kunst“ seien, mit der er „Partystimmung“ erzeugen wolle. Der Künstler erklärte weiterhin „Egal ob Musik oder Pornos – die Leute wollen immer härtere Sachen“ und „Gewalt und Sex werden doch überall benutzt, um etwas zu verkaufen.“ Mehrere Diskussionsteilnehmer betonten hingegen, dass Romeikes Texte geradezu exemplarisch für den verantwortungslosen Umgang mit gesellschaftlichen Werten und die Konditionierung männlicher Jugendlicher durch frauenfeindliche und aggressive Musiktexte stünden. Mehrere bundesweit erscheinende Medien kritisierten Romeikes Auftritt als ausgesprochen peinlich und dumm. Alle Berichte unterstrichen, dass er mit der Gesprächssituation und dem Diskussionsthema überfordert war.

Pseudonyme

Romeike trat in vielen Songs mit unterschiedlichen Pseudonymen auf, die sich von King Orgasmus One ableiten, z.B. Orgi, Orgi69, Orgasmus, King Orgasmus. 2007 erschien Currywurst mit Darm unter dem Pseudonym Imbiss Bronko. Außerdem gab er sich auf diversen Alben die Namen Scheich Manfred, Todesbringer, DJ Irmgard, Lanola Bombalock, Raparschloch, Dicktator und Bass Orakel. Die Anzahl seiner Pseudonyme steigt ständig an.

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