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Biografie

James Roy Horner (* 14. August 1953 in Los Angeles, Kalifornien; † 22. Juni 2015 im Los Padres National Forest, Kalifornien) war ein US-amerikanischer Filmkomponist und als solcher zweifacher Oscar-Preisträger. Bekannt wurde er vor allem für die Musik zu den Filmen Braveheart, Titanic, Avatar – Aufbruch nach Pandora und Apollo 13. Horner komponierte in einem überwiegend der Tonalität verpflichteten Stil, wenngleich auch gelegentlich Elemente aus der Moderne und der Weltmusik Einzug finden.

James Horner zog mit seiner Familie Mitte der fünfziger Jahre nach London. Er studierte dort zunächst am Royal College of Music unter György Ligeti. Später wechselte er an die University of Southern California und machte dort seinen M. A.. Danach begann er, an der University of California in Los Angeles an seiner Doktorarbeit zu arbeiten, welche er jedoch nicht vollendete.

Den Durchbruch schaffte Horner 1982 mit der Musik zum zweiten Star-Trek-Film. Wegen des deutlich geringeren Budgets des Films kehrte der Komponist des ersten Star-Trek-Kinoabenteuers, Jerry Goldsmith, nicht zurück. Regisseur Nicholas Meyer verlangte für Der Zorn des Khan eine Filmmusik, die sich deutlich von der von Teil eins unterscheidet und eine gewisse Seefahrmentalität mit sich bringt. Heute gilt Horners musikalischer Beitrag zu den Star-Trek-Filmen zwei und drei mit der Filmmusik zu Star Trek: Der Film als am gelungensten.

Es folgten ein Jahr später die Soundtracks zu Krull und Projekt Brainstorm (Brainstorm) (beide 1983). Zu letzterem schrieb Horner eine größtenteils atonale Musik. Die Neuaufnahme für die Soundtrack-Veröffentlichung erfolgte durch das London Symphony Orchestra. 1985 arbeitete er das erste mal mit Regisseur Ron Howard für den Film Cocoon zusammen, für den er seitdem immer wieder Filme vertont hat (Willow 1988, Apollo 13 1995, Kopfgeld – Einer wird bezahlen – Ransom 1996, Der Grinch – How The Grinch Stole Christmas 2000, A Beautiful Mind 2001, The Missing 2003).

1986 erhielt James Horner seine ersten Oscar-Nominierungen für James Camerons Aliens – Die Rückkehr und dem Zeichentrick-Film Feivel der Mauswanderer (An American Tail) (Kategorie „Bester Song“). Zwischen 1986 und 1995 vertonte Horner zahlreiche Zeichentrickfilme: Neben Feivel der Mauswanderer (An American Tail) auch Feivel der Mauswanderer im Wilden Westen (An American Tail: Fievel Goes West), In einem Land vor unserer Zeit (The Land Before Time), Meister Dachs und seine Freunde (Once Upon A Forest), Vier Dinos in New York (We're Back! A Dinosaur's Story), Pagemaster (The Pagemaster) und Balto. Viele davon wurden von Steven Spielberg produziert.

Als er 1986 nach London reiste, um anzufangen, die Musik zu James Camerons Aliens – Die Rückkehr (Aliens) zu schreiben, musste er entsetzt feststellen, dass Cameron noch immer am drehen war und den Film ständig umschnitt. Solange das der Fall war, konnte Horner nicht mit dem Komponieren anfangen, da diese Filmmusik viel zu bildbezogen ist, als dass man sie ohne fertigen Film schreiben könnte. Dies führte dazu, dass er die Musik für die finale Szene noch in der Nacht vor der Aufnahme des LSO schreiben musste. Letztendlich wurden große Teile der Musik entweder an anderer Stelle als ursprünglich gedacht eingesetzt oder durch Musik aus dem ersten Teil ersetzt. Horner schrieb für den Film in weniger als zwei Wochen 97 Minuten Musik.

1989 erhielt Horner eine weitere Oscar-Nominierung für Feld der Träume (Field of Dreams). Das im selben Jahr komponierte Glory erhielt überraschenderweise keine Nominierung. 1993 hatte James Horner ein sehr aktives Jahr, in dem zehn von ihm vertonte Filme erschienen, zum Beispiel Die Akte (The Pelican Brief) und Der Mann ohne Gesicht (The Man Without A Face). 1994 arbeitete er an Edward Zwicks Legenden der Leidenschaft (Legends of The Fall) und 1995 an Mel Gibsons Braveheart, die nicht nur künstlerisch sondern auch kommerziell sehr erfolgreich waren. Für Apollo 13 und Braveheart erhielt er zwei Oscar-Nominierungen, konnte sich jedoch nicht gegen Luis Bacalovs Der Postmann (Il Postino) durchsetzen.

Sein wohl bekanntestes Werk ist der Soundtrack zum Film Titanic, der 1997 unter der Regie von James Cameron entstand. Hierfür wurde Horner 1998 mit einem Oscar für die beste Originalmusik ausgezeichnet. Einen zweiten Oscar erhielt er für My Heart Will Go On als Besten Originalsong, den er zusammen mit Will Jennings geschrieben hatte und der in der Interpretation von Céline Dion zu einem weltweiten Hit wurde. Für den Soundtrack von Titanic erhielt er außerdem drei Grammys und zwei Golden Globes. Mit fast 30 Millionen verkaufter Platten ist Titanic einer der erfolgreichsten Soundtracks der Filmgeschichte.

Bei den Filmen Der Sturm (The Perfect Storm) (2000) und Troja (Troy) (2004) arbeitete er erstmals mit Wolfgang Petersen zusammen. Bei letzterem ersetzte er kurzfristig Gabriel Yared, nachdem dessen Musik bei einigen Testvorführungen heftigst kritisiert worden war und als störend empfunden wurde. Dennoch schaffte Horner es, in weniger als zehn Tagen eine komplett neue Filmmusik zu schreiben. 2001 und 2003 kamen Oscar-Nominierungen für A Beautiful Mind – Genie und Wahnsinn (A Beautiful Mind) und Das Haus aus Sand und Nebel (House of Sand and Fog) hinzu.

Für Terrence Malicks Film The New World schrieb Horner acht Monate lang an der Musik. Nach Turbulenzen in der Postproduktion wurden in der finalen Filmversion größere Teile der Musik nicht genutzt und durch Kompositionen von Mozart (23. Klavierkonzert A-Dur, KV 488) und Wagner („Das Rheingold“) ersetzt. Auf dem zum Filmstart veröffentlichten Soundtrack-Album befindet sich jedoch ausschließlich James Horners Original-Filmmusik.

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