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Die 1975 in London gegründete Musikgruppe Iron Maiden (dt.: eiserne Jungfrau) – ihr gleichnamiges Debütalbum wurde erst im Jahre 1980 veröffentlicht – entwickelte aufbauend auf der Hardrock- und Heavy-Metal-Musik der 1970er Jahre ihren eigenen Stil, der den Heavy Metal der 1980er Jahre mitformte.

Die Gruppe wird zusammen mit Bands wie Saxon, Angel Witch, Motörhead, Girlschool, Diamond Head, den Tygers Of Pan Tang, Def Leppard und vielen Anderen der sogenannten New Wave of British Heavy Metal (kurz: NWoBHM) zugeordnet.

Seit den 1980er Jahren sind Iron Maiden eine der beständigsten und kommerziell erfolgreichsten Metalbands. Ihre Musik war dabei stilprägend und bedeutsam für nachfolgende Bands der unterschiedlichsten Metal-Subgenres.

Die Vorgeschichte (1975–1979)

Die Gruppe wurde am 25. Dezember 1975 von dem Londoner Musiker Steve Harris, nachdem er aus seiner ersten Band namens Gypsy’s Kiss wegen musikalischer Differenzen ausgetreten war, zunächst ohne einen Bandnamen gegründet. Später fiel Harris dann der Name Iron Maiden ein – möglicherweise war diese Bezeichnung eines gleichnamigen Folterinstruments aber auch eine Anspielung auf die oft als „eiserne Lady“ bezeichnete Margaret Thatcher. Die damalige Parteivorsitzende der Konservativen und spätere britische Premierministerin wurde bei den ersten beiden Veröffentlichungen als Cover-Motiv verwendet. So lauerte sie auf dem Cover der Single Women In Uniform mit einer Maschinenpistole in der Hand dem Bandmaskottchen Eddie auf.

Zur Urbesetzung der Band gehörten neben dem Bassisten Harris der Sänger Paul Mario Day, die Gitarristen Dave Sullivan und Terry Rance sowie Ron Matthews am Schlagzeug.

Die Anfangsjahre der Band fielen in eine für Hardrock und Heavy Metal eher ungünstige Zeit. Bands wie Deep Purple, Black Sabbath und Led Zeppelin hatten sich entweder aufgelöst oder ihren kreativen Zenit schon überschritten. Das Interesse der Musikkonsumenten wendete sich eher der aufkommenden New-Wave-Musik, der gerade in Mode befindlichen Discomusik (Saturday Night Fever), sowie speziell in England dem Punk zu. Metal-Bands wie Judas Priest und Motörhead existierten zwar schon, waren jedoch noch relativ unbekannt. Daher wurden Iron Maiden in ihrer Anfangszeit von ihrer Plattenfirma dazu ermuntert, es zwecks besserer Vermarktbarkeit mit Punkmusik und dem entsprechenden Image zu versuchen.

Der erste Liveauftritt fand am 1. Mai 1976 in der St. Nicholas Hall in Poplar, London statt. Zu diesem Zeitpunkt hatten Dave Murray und Bob Sawyer bereits die beiden ursprünglichen Gitarristen ersetzt und mit Dennis Wilcock hatte ein neuer Mann das Mikrofon übernommen. Sawyer verließ die Band schnell wieder und Iron Maiden traten nunmehr als vierköpfige Formation auf. 1978 wurde Dennis Wilcock von Paul Di'Anno abgelöst und Doug Sampson nahm anstelle von Matthews den Platz am Schlagzeug ein. In dieser Besetzung spielten Iron Maiden am 31. Dezember 1978 eine Demoaufnahme ein, die später als The Soundhouse Tapes in kleiner Auflage auf Schallplatte gepresst wurde.

1979 wurde Rod Smallwood Manager der Gruppe, die durch zahllose Konzerte in London und Umgebung bereits an Popularität gewonnen hatte. Aufgrund dieses Erfolges erhielten Iron Maiden im November 1979 bei EMI den ersten Plattenvertrag.

Erste Erfolge und Durchbruch (1980–1982)

Auch im Jahr 1980 gab es personelle Veränderungen in der Band: Mit Tony Parsons trat Iron Maiden wieder ein zweiter Gitarrist bei, der schon bald darauf von Dennis Stratton abgelöst wurde. Doug Sampson musste seinen Platz auf dem Drummerstuhl für Clive Burr räumen. Als Begründung für sein Ausscheiden aus der Band erklärte er, dass das harte Tourleben seine Gesundheit gefährde.

In der Besetzung mit Di'Anno, Murray, Stratton, Harris, Burr nahm die Gruppe schließlich ihr Debütalbum Iron Maiden auf. Seit diesem Zeitpunkt werden die Musiker von ihrem Maskottchen Eddie auf jedem Konzert begleitet. Er ist ebenfalls auf allen Albumcovers abgebildet. Mit der Single Running Free traten Iron Maiden bei BBCs Top of the Pops auf und spielten dort als erste Band seit The Who ohne Playback. Damit wurden sie ebenso außerhalb der Umgebung Londons bekannt. Es folgte eine ausgedehnte Großbritannien-Tournee als Vorband von Judas Priest, eine Europatournee mit den US-Hardrockern KISS und ein Auftritt im Vorprogramm von UFO im Rahmen des Reading-Festivals.

Martin Birch, Produzent der Hardrock-Legende Deep Purple, produzierte 1981 das zweite Iron Maiden-Album Killers. Die Zusammenarbeit mit Birch hielt bis in die 1990er Jahre. Vor dessen Aufnahme wurde Gitarrist Dennis Stratton aufgrund musikalischer Differenzen mit Harris von Adrian Smith ersetzt. Auch Killers kam, ebenso wie der Vorgänger, bei den Fans bestens an. Die 129 Konzerte umfassende Killer World Tour führte die Band in 14 Länder.

Ende 1981 hielt Paul Di'Anno dem Druck, der auf der Band lastete, nicht mehr Stand. Er begann zu trinken, wurde unzuverlässig und musste schließlich die Band verlassen. Sein Nachfolger war Bruce Dickinson, der zuvor bei der Band Samson gesungen hatte. Bei Samson besaß Dickinson noch den Künstlernamen „Bruce Bruce“. Dickinson erwies sich in der Folgezeit als Bereicherung für die Band. Mit ihm nahm die Band Anfang 1982 das Album The Number of the Beast auf. Der Erfolg dieses Albums bedeutete den weltweiten Durchbruch für Iron Maiden. The Number Of The Beast verkaufte sich über eine Million Mal und gilt heute in Fankreisen als Definition des Heavy Metal. Etliche der acht enthaltenen Stücke gelten bis heute als Klassiker des Genres.

Ende 1982 wurde Clive Burr durch Nicko McBrain ersetzt, einen damals bereits renommierten Drummer, der zuletzt bei der französischen Band Trust gespielt hatte. Interessanterweise besetzten Trust den ihrerseits vakanten Posten mit Clive Burr. In der Besetzung Dickinson, Murray, Smith, Harris, McBrain nahmen Iron Maiden in der Folgezeit insgesamt vier Studioalben auf.

Der kommerzielle Durchbruch (1983–1988)

Mit Piece of Mind (1983) und Powerslave (1984) gelang der Band endgültig der kommerzielle Durchbruch. Im Dezember 1983 wurde ein Konzert mit weiteren Bands (Scorpions, Ozzy Osbourne, Def Leppard, Judas Priest, Krokus, MSG und Quiet Riot) in Dortmund vom ZDF aufgezeichnet und im Februar 1984 in gekürzter Form gesendet. Weitere Alben festigten den Ruf der fünf Musiker als Garant für soliden, technisch perfekten melodischen Metal. Nach der ausgedehnten World Slavery Tour in den Jahren 1984 und 1985 wurde 1985 das Live-Doppel-Album Live After Death veröffentlicht.

Das folgende Album Somewhere in Time rief 1986 durch den Einsatz von Gitarrensynthesizern eher gespaltene Reaktionen hervor. Iron Maiden hatten ihren Klang zum ersten Mal leicht verändert. Im Jahr 1988 folgte mit dem Konzeptalbum Seventh Son of a Seventh Son eine LP, die bei ihrem Erscheinen ähnlich umstritten war wie ihr Vorgänger. Das Album platzierte sich in den US-amerikanischen Albumcharts auf Platz zwölf, während es in Großbritannien Position eins erreichte. Der Titel Can I play with Madness schaffte es in die deutschen Top 10. Bei der nachfolgenden Tournee wurde die limitierte CD Maiden England und das dazupassende Video mitgeschnitten. Auf dieser Tournee waren Iron Maiden Headliner des Festivals Monsters of Rock.

Erste Turbulenzen (1989–1993)

Nachdem die Band mit den Alben Somewhere in Time und Seventh Son of a Seventh Son einen eher experimentelleren Weg verfolgt hatte, wollte Bandleader Steve Harris wieder zum rauen Sound der anfänglichen Alben zurückkehren, was Adrian Smith jedoch ablehnte. Letzterer hatte sich innerhalb der Gruppe nicht mehr richtig wohlgefühlt. Harris verlangte von ihm, beim kommenden Album alles zu geben oder die Band zu verlassen. Da Smith zögerte, wurde ihm 1989 schließlich der Ausstieg nahegelegt. In der Folgezeit widmete er sich seinem Soloprojekt A.S.A.P.

Sänger Bruce Dickinson nahm zwischenzeitlich sein erstes Soloalbum Tattoed Millionaire auf, blieb zunächst aber weiterhin Iron-Maiden-Mitglied. Dickinson brachte infolge seines Soloausflugs den Gitarristen Janick Gers in die Gruppe ein, der fortan Smith bei Iron Maiden ersetzte. 1990 erschien das Album No Prayer for the Dying. Das von Bruce Dickinson für den Film Nightmare 5: Das Trauma geschriebene Lied Bring Your Daughter… To The Slaughter war die erste und bis heute einzige Nummer-Eins-Single der Band in den britischen Charts. Trotzdem wurde No Prayer for the Dying sowohl von Fans als auch von der Presse eher negativ bewertet. 1992 erschien das Album Fear of the Dark, welches etwas bessere Kritiken als der Vorgänger erhielt und mit dem selbstbenannten Titelstück sowie Afraid To Shoot Strangers weitere Maiden-Klassiker enthält.

Als Dickinson am Ende der 1992er Tournee seinen Ausstieg aus der Band ankündigte, reagierten die Fans enttäuscht. Es erschienen noch drei Live-CDs mit Dickinson am Mikrofon (A Real Live One, A Real Dead One und Live At Donington) sowie sein Abschiedskonzert auf Video (Raising Hell). Dieses Konzert war ein sehr spezielles; der amerikanische Magier Simon Drake ergänzte das Konzert immer wieder mit Zaubereinlagen. Am Ende des Konzertes wurde Bruce Dickinson in einer eisernen Jungfrau eingeschlossen.

Krise (1994–1998)

Nach einem Jahr Schaffenspause fanden Iron Maiden mit Blaze Bayley einen neuen Sänger, der zuvor Mitglied der Band Wolfsbane war. Mit ihm nahmen sie ihr zehntes Album The X Factor auf, das für gespaltene Reaktionen sorgte, was zum einen am eher düster-melancholischen Musikstil und zum anderen an Bayleys Stimme lag, die im Vergleich zu der von Dickinson sehr beschränkt war. Die angesetzten Tourneen waren wenig erfolgreich, Iron Maiden spielten zum Teil in halb leeren Hallen, obwohl sie bereits im Vergleich zu früheren Tourneen wesentlich kleinere ausgewählt hatten. Bayley hatte bei Konzerten vor allem mit den Stücken aus der Ära mit Bruce Dickinson große Schwierigkeiten, da diese nicht für seine eher tiefe Stimmlage geschrieben waren.

1996 erschien das Best-of-Album Best of the Beast, das mit Virus ein neues Lied enthielt. 1998 folgte Virtual XI, das genau wie The X-Factor beim Großteil der Fangemeinde auf wenig Gegenliebe stieß. Da Bayley bei der Tour erhebliche Stimmprobleme bekam, wurde sie Ende 1998 abgebrochen. Iron Maiden trennten sich von ihm einvernehmlich.

Wiedervereinigung (1999–2005)

Am 10. Februar 1999 kehrten Bruce Dickinson und Adrian Smith wieder zu Iron Maiden zurück. Dickinson ersetzte Blaze Bayley, Gitarrist Janick Gers blieb; die Gruppe spielt seitdem mit drei Gitarristen. Die darauf folgende Tournee wurde zum kommerziellen Triumphzug. Das erste Album dieser Besetzung, Brave New World, erschien 2000. Iron Maiden waren daraufhin Headliner beim Dynamo Open Air am 6. Juni 2000 in Nijmegen in den Niederlanden.

Bei einem Konzert in Mannheim fiel Gitarrist Janick Gers, bekannt für spektakuläre Verrenkungen während des Gitarrenspiels, beim Lied „The Number of the Beast“ von der Bühne in den Fotograben und musste mit Prellungen ins Krankenhaus gebracht werden. Das Konzert konnte jedoch mit den zwei verbliebenen Gitarristen Dave Murray und Adrian Smith zu Ende gespielt werden, da es sich hier nur noch um den Zugabenteil des Gigs handelte. Den nachfolgenden Gig am nächsten Tag sagten Iron Maiden ab. Beim Rock-in-Rio-Festival 2001 spielten Iron Maiden als Headliner vor einer Viertelmillion Menschen und veröffentlichen die Aufnahme davon als Livealbum und DVD.

Am 8. September 2003 veröffentlichten Iron Maiden ihr dreizehntes Studioalbum Dance of Death. Dieses Album verkauft sich zwar besser als Brave New World, war aber wegen einigen progressiven Elementen wie orchestralen Passagen und einer Ballade umstrittener. Die anschließende Dance of Death World Tour führte die Band wieder nach Deutschland, so gab es ausverkaufte Shows in der Dortmunder Westfalenhalle und in der Stuttgarter Schleyerhalle.

Zwischenzeitlich erschienen drei Best-of-Veröffentlichungen:

* Eddie’s Archive – eine Sammlung von drei Doppel-CDs mit bis dahin unveröffentlichtem Material (Aufnahmen vom Reading Festival, Donington, dem Hammersmith Odeon und andere BBC-Aufnahmen) und einer B-Seiten-Sammlung. Den in einer Metalldose verkauften CDs lag ein Siegelring, ein Schnapsglas und ein Bandstammbaum auf Pergament bei.
* Edward the Great – die erfolgreichsten Singles der Band.

Weiterhin wurde nach Rock in Rio die DVD Visions of the Beast veröffentlicht, auf der alle Promo-Videos zu sehen sind. Anlässlich der Dance-of-Death-Tour erschien auch die No more Lies EP, mit verschiedenen Versionen von Songs des neuen Albums (einmal singt auch der Drummer Nicko McBrain), einem Live-Video (kein Live-Sound) und einem Iron-Maiden-Schweißband.

Ende 2004 erschien die DVD The Early Days – Part I, in der die Bandgeschichte von 1976 bis 1983 zusammengefasst wurde. Es sind eine 90 Minuten lange Dokumentation und Teile von drei Live-Konzerten der Jahre 1980, 1982 und 1983 enthalten. Die Reihe soll fortgesetzt werden.

2005 spielten Iron Maiden bei großen Festivals wie With Full Force in Leipzig und Rock am Ring/Rock im Park. Außerdem spielten sie am 12. Juli 2005 vor über 55.000 Fans im „Ullevi Stadium“ in Göteborg. Dieses Konzert wurde vom schwedischen Fernsehen live übertragen und war damit dort die erste Live-Übertragung seit Live Aid 1985. Auf der Tour wurde insgesamt vor über 450.000 Fans, durchschnittlich 22.500 pro Konzert, gespielt.

Am 29. August 2005 erschien die Live-CD Death on the Road. Sie enthält einen Livemitschnitt des während der Dance Of Death World Tour im November 2003 gespielten Konzerts in Dortmund. Die dazugehörige DVD erschien am 6. Februar 2006 über EMI und enthält neben dem Konzert in der Dortmunder Westfalenhalle eine 75-minütige Dokumentation zu Dance of Death und der entsprechenden Welttournee.

Die progressive Phase (seit 2006)

Bereits auf Dance of Death aus dem Jahre 2003 zeichnete sich eine gewisse Veränderung im Sound Iron Maidens ab. Besonders deutlich wurde diese beim Song Paschendale, der laut Aussage Bruce Dickinsons in einem BBC-Interview als eine Art Vorreiter oder Trittstein für das folgende Album angesehen werden kann. Nach Dance of Death sei, so Dickinson, ein Pfad „irgendwo zwischen Dance of Death und Paschendale“ als positiv angezeigt gewesen.

Im März 2006 wurde zusammen mit Produzent Kevin Shirley mit den Aufnahmen des neuen Albums A Matter of Life and Death begonnen, das in zwei Monaten komplett aufgenommen war. Dabei verwendete die Band drei Wochen für das Schreiben der Lieder, drei Wochen für das Üben der Titel und schließlich drei Wochen für die Aufnahmen. Veröffentlicht wurde es in Europa am 25. August 2006. Mit diesem Album schafften es Iron Maiden, Platz 1 der Deutschen Albumcharts zu erreichen. Auch in anderen Ländern wie Schweden, Italien, Finnland, Griechenland, Slowenien, Tschechien, Kroatien, Polen und Brasilien erreichte A Matter of Life and Death diese Platzierung.

Im Februar 2008 erschien das 1985 als VHS veröffentlichte Konzertvideo Live after Death als überarbeitete Version auf DVD, zusammen mit dem 2.Teil der Banddokumentation. Ebenso begann im Februar 2008 die Somewhere Back in Time Tour, auf der überwiegend (ähnlich wie bei der Early Days Tour 2005) Stücke der Live after Death DVD gespielt wurden.

Musikalische Entwicklung

Innerhalb des Schaffens der Band sind nur wenige musikalische Entwicklungen zu beobachten. In der Musik ihrer Anfangszeit sind trotz eindeutiger Orientierung an Hardrock- und Heavy-Metal-Bands wie Deep Purple, Black Sabbath, Led Zeppelin, Thin Lizzy und Judas Priest Einflüsse der Punkmusik nicht zu überhören. Spätestens mit den Alben The Number of the Beast und Piece of Mind hat die Band den kommerziell erfolgreichen Stil gefunden.

Mit dem Album Somewhere in Time aus dem Jahr 1986, auf dem zum ersten Mal Gitarren-Synthesizer eingesetzt werden, schlägt die Band eine etwas sanftere, eher am Mainstream orientierte Richtung ein. Titel wie Heaven can wait oder Wasted Years mit seinen durchgehenden Achteln von Bass und Gitarren sind dabei durchaus als radiotauglich zu bezeichnen. Andererseits ist mit Alexander the Great ein längerer, aus mehreren Teilen bestehender Song enthalten, der mit orientalisch geprägten Melodien und Taktwechseln von 4/4 auf 3/4, 7/8 und 12/8 durchaus progressive Einflüsse zeigt. Mit Seventh Son of a Seventh Son kommt zwei Jahre später ein leicht progressives Konzeptalbum auf den Markt, in dem ein melodieführendes Keyboard zum Einsatz kommt. Aber schon auf dem Nachfolgeralbum No Prayer for the Dying kehrt die Band wieder zu ihrem gewohnt rauen Stil zurück. Die ohne Dickinson entstandenen Alben The X Factor und Virtual XI wirken eher düster und melancholisch, wobei Kritiker die häufigen Wiederholungen der Refrains bemängelten.

Auf den Alben Brave New World und Dance of Death aus den Jahren 2000 und 2003 bewegt die Band sich dann ein Stück in Richtung des Progressive Metal, was mit A Matter of Life and Death aus dem Jahr 2006 noch weiter fortgeführt wird. Charakteristisch für diese Entwicklung ist vor allem der Trend zu sehr langen Stücken (7 bis 10 Minuten) mit zahlreichen musikalischen Wechseln (Rhythmik, Tempo, Dynamik) und vielen Rückbezügen zwischen musikalischer Form und texlichen Inhalten.

Einflüsse auf andere Musiker

Aufgrund ihres großen Erfolges im Heavy Metal der 1980er Jahre haben Iron Maiden unzählige jüngere Musiker und Bands maßgeblich beeinflusst. Bei etlichen Bands wie Queensrÿche, Crimson Glory und anderen ist dies direkt zu hören. Viele Musiker, zum Beispiel Kirk Hammett und Dave Mustaine haben die Bedeutung von Iron Maiden für ihren eigenen musikalischen Werdegang in Interviews hervorgehoben. Auch Jesper Strömblad, Gründer von In Flames, wurde von Iron Maiden beeinflusst und begann Death Metal mit melodischen Elementen anzureichern, die zur Entstehung der Götheborger Schule des Death Metals führte. Der Einfluss auf andere Bands wird daran ersichtlich, dass viele Musikgruppen des Metal-Bereiches Lieder der Band als Cover neuveröffentlicht haben oder bei Konzerten spielen.

Der Einfluss der Band geht über den Metalbereich hinaus. Auch Gruppen aus dem Punkspektrum wie Strung Out, Sum 41 oder Red Tape berufen sich auf Iron Maiden.

Maskottchen Eddie

Eddie ist das Maskottchen von Iron Maiden. Er ist auf jedem Albumcover und bis auf 4 Ausnahmen auch auf jedem Singlecover abgebildet. Außerdem erscheint er häufig als überlebensgroße Puppe während Live-Auftritten. Eddie tritt des Weiteren in einem Ego-Shooter namens Ed Hunter auf, der 1998 zusammen mit einer von Fans zusammengestellten Best-of-CD veröffentlicht wurde. Ferner ist er als Charakter in Tony Hawk's Pro Skater 4 involviert.

Der Original-Eddie war nur eine Theater-Maske, was auf den Band-Fotos des ersten Iron-Maiden-Albums und auf dem Cover zur Single „Running Free“ zu sehen ist. Es war mit einer Pumpe verbunden, die verschiedene Arten von Flüssigkeiten freigeben konnte. Diese Flüssigkeit befand sich über Doug Sampson, der zu dieser Zeit Schlagzeuger von Iron Maiden war. Fans versuchten bei Live-Konzerten, Gegenstände in den Mund des Maskottchens zu werfen.

Eddies kompletter Name lautet Edward The Head, siehe die Aufschrift Edward T.H–– auf dem Cover des Albums Live After Death. Der Rest seines Nachnamens ist hierbei durch einen Erdklumpen verdeckt.

Die Figur Eddies wurde von Derek Riggs gestaltet. Auf dem Cover zu der Single Running Free, ist die Silhouette einer großen und mageren, einem Zombie ähnlichen Kreatur zu erkennen. Als die Band auf der Suche nach einem möglichen Cover für ihr erstes Album waren, stolperten sie über die Illustrationen von Derek Riggs. Diese sollten eventuell zum Artwork des selbstbetitelten Iron-Maiden-Albums beitragen. Die Band fand Gefallen daran und war der Meinung, dass diese Vorlage dem entspricht, wie die Silhouette ursprünglich ausgesehen haben könnte.

Derek Riggs entwarf in der Folge mehr als 60 Coverillustrationen für Iron Maiden, darunter die der ersten acht Studioalben, dreier Live-Alben („Live after Death“, „A real dead one“ & „A real live one“), sowie die obere Hälfte des Covers zum zwölften Studioalbum „Brave New World“. In jeder seiner Coverillustrationen findet sich, meist mehr oder weniger „versteckt“ in das Bild integriert, ein als Signatur verwendetes (inzwischen nicht mehr aktuelles) Logo, das eine graphische Stilisierung seiner Initialen D.R. darstellt. Die Entwürfe zu„Brave New world“ und den dazugehörigen Singles waren die letzten Arbeiten Derek Riggs’ für Iron Maiden.

Auch weitere Bands wurden durch das Maskottchen Eddie inspiriert. Einige Bands haben ihren stets auf Coverartworks wiederkehrenden Maskottchen Namen gegeben, diese erinnern teilweise sehr an Eddie, so etwa Vic Rattlehead von Megadeth oder Fangface von Gamma Ray, welcher ebenfalls von Derek Riggs entworfen und gezeichnet wurde.

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