Player wird geladen ...

Verwerfen

As your browser speaks English, would you like to change your language to English? Or see other languages.

We’re currently migrating data (including scrobbles) to our new site and to minimise data disruption, we’ve temporarily suspended some functionality. Rest assured, we’re re-activating features one-by-one as soon as each data migration completes. Keep an eye on progress here.

Henry Cow war eine britische Rock-Jazz-Gruppe, die zwischen 1968 und 1979 in verschiedenen Besetzungen spielte.

Als Teil der sogenannten Canterbury-Szene wurde Henry Cow 1968 von Fred Frith und Tim Hodgkinson in Cambridge gegründet. Der Bandname wurde verschiedentlich auf den Avantgarde-Komponisten Henry Cowell zurückgeführt, die Bandmitglieder haben das aber stets bestritten. Nach einigen Umbesetzungen stabilisierten Schlagzeuger Chris Cutler und Bassist John Greaves die Band. An die Stelle des Saxophonisten Geoff Leigh trat 1974 Lindsay Cooper, die neben Fagott auch weitere Blasinstrumente spielte. 1973 unterschrieb Henry Cow einen Plattenvertrag bei dem damals neuen und unabhängigen Label Virgin. Diese Zusammenarbeit entsprach den Wünschen der Musiker nach vollständiger Kontrolle über ihre Platten und schien zunächst Legend (auch Leg End), 1973) auch kommerziell zufriedenstellend. Während die Experimentierfreudigkeit der Gruppe zunehmend deutlicher wurde, erlahmte das Interesse des Publikums, Auftritte wurden seltener und von der Band wieder selbst organisiert. Erfolgreich waren sie vor allem in Kontinentaleuropa. 1974 erschien eine gemeinsam mit dem Trio Slapp Happy aufgenommene Platte: Desperate Straights. 1975 stieß deren deutsche Sängerin Dagmar Krause zu Henry Cow hinzu.

Nach dem Erscheinen von Concerts wurde 1976 der Plattenvertrag mit Virgin gekündigt. Mit der Gründung der Nachfolger Art Bears und Feminist Improvising Group wurde die Band aufgelöst. Die letzte Platte von Henry Cow, Western Culture, wurde erst 1979 aufgenommen und veröffentlicht. Auf ihr spielen bereits mehrere Musikerinnen der Feminist Improvising Group mit (Irène Schweizer, Georgie Born und Annemarie Roelofs).

Henry Cow, eine dezidiert politisch linksgerichtete, zeitweise auch als Kollektiv organisierte Formation, lässt vielgestaltige Einflüsse erkennen: Neben allgemeinen Charakterzügen des Progressive Rock spielt insbesondere die aus dem Jazz übernommene freie Improvisation eine große Rolle. Andererseits wurden auch Avantgardisten der Neuen Musik rezipiert, etwa Olivier Messiaen, aber auch Kurt Weill. Die Musik von Henry Cow überschritt in diesem Amalgierungsprozess bewusst und typischerweise sehr spielerisch die Grenzen der Tonalität und reicherte die Songs dabei auch mit parodistischen Episoden an. Neben komplexen Taktarten spielten abmischungs- bzw. aufnahmetechnische Manipulationen eine große Rolle.

Vor allem auf einige britische Bands hatte Henry Cow großen Einfluss.

Diskografie:

Legend (1973)

Unrest (1974)

Desperate Straights (1975)

In Praise Of Learning (1975)

Concerts (1976) (mit Robert Wyatt)

Western Culture (1978)

Präsentationen

API Calls