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Biografie

Das Esbjörn Svensson Trio, kurz e.s.t. oder E.S.T., war ein schwedisches Jazz-Trio, 1990 gegründet von Esbjörn Svensson (Klavier), Dan Berglund (Bass) und Magnus Öström (Schlagzeug). e.s.t. wurde nicht nur einer der bekanntesten Vertreter der skandinavischen Jazzszene, sondern auch eine der erfolgreichsten Jazzformationen weltweit.

Ausschlaggebend für ihren Erfolg dürfte, neben ihrer stilistischen Vielfalt, die Jazz mit Elementen der Pop-Musik und des Drum’n’Bass verbindet und dadurch auch Hörer anderer Musikrichtungen anspricht, auch ihr eher am Image der Pop-Musik orientiertes Auftreten sein. Tatsächlich ist e.s.t. in den vergangenen Jahren wiederholt auch der Durchbruch in die Pop-Charts gelungen.

Ihren internationalen Durchbruch hatten die Musiker 1999 beim Montreux Jazz Festival. 2004 wurde e.s.t. der European Jazz Prize im Rahmen des österreichischen Hans Koller Preises verliehen. Im Mai 2005 war das Trio auf der Titelseite des renommierten US-amerikanischen Jazzmagazin Down Beat abgebildet, eine Auszeichnung, die zuvor noch keiner europäischen Jazzgruppe zuteil wurde.

Esbjörn Svensson

Esbjörn Svensson (* 16. April 1964 in Västerås, Schweden; † 14. Juni 2008 in Stockholm) war der Pianist der schwedischen Jazzband Esbjörn Svensson Trio (auch E.S.T. oder e.s.t.).

Svensson – Sohn einer klassischen Pianistin und eines jazzbegeisterten Vaters – war Autodidakt und bekam im Alter von 16 Jahren seinen ersten Klavierunterricht. Aufgewachsen in einem musikalischen Elternhaus, kam er früh mit klassischer Musik und Jazz in Berührung, fühlte sich jedoch zunächst von der Klassik angesprochen. In seiner Jugendzeit entwickelte sich zusätzlich ein reges Interesse für Rock 'n' Roll, über den er wieder zur Klassik kam und schließlich zum Jazz fand. Bereits zu Schulzeiten gründete er seine ersten Bands. Im Alter von 16 Jahren kam er auf ein Musikgymnasium. Später studierte er vier Jahre an der Universität Stockholm.

1990 gründete er sein eigenes Trio, dem unter anderem sein Jugendfreund Magnus Oeström (* 1965), der Schlagzeuger ist, angehörte. Zuvor waren beide in der Mitte der achtziger als Sidemen in der schwedischen und dänischen Jazzszene in Erscheinung getreten. 1993 stieß der Bassist Dan Berglund (* 1963) zu den beiden Musikern, und das Esbjörn Svensson Trio wurde gegründet. Ebenfalls 1993 erschien ihr erstes Album „When Everyone Has Gone“. Mitte der Neunziger Jahre hatte sich das Trio in der nordischen Jazzszene etabliert, und Svensson wurde 1995 und 1996 in Schweden zum Jazzmusiker des Jahres gewählt. Mit „From Gagarin's Point of View“, ihrem ersten außerhalb Skandinaviens erschienenen Album, gelang dann 1999 der internationale Durchbruch.

Mit ihren Alben „Good morning Susie Soho“ und „Strange place for snow“ wurde insbesondere auch das amerikanische Publikum auf das Trio aufmerksam und es folgte 2002 eine neunmonatige Tour durch Europa, die USA und Japan. Die seitdem veröffentlichten Alben „Seven days of falling“, „Viaticum“ und „Tuesday wonderland“ wurden sowohl von Kritikern als auch Fans sehr positiv aufgenommen und führten zu diversen Auszeichnungen und sehr guten Platzierungen in den Jazz- und Popcharts. Als erste europäische Jazz-Band überhaupt landete E.S.T. auf dem Cover des renommierten US-amerikanischen Jazz-Magazins Downbeat (Mai 2006).

Nach diesem Erfolg arbeitete das Trio kontinuierlich am Konzept der Integration von Klangerweiterungen (elektronischen sowie mechanischen) in einem Jazz-Trio-Kontext. Das letzte Album „e.s.t. live in Hamburg“ erschien im November 2007 und stellt einen Konzertmitschnitt eines Auftritts im Herbst 2006 in Hamburg im Rahmen der Tuesday Wonderland Tour dar.

Svensson hat weiterhin Alben mit Nils Landgren und mit Viktoria Tolstoy eingespielt.

Am 14. Juni 2008 verunglückte Svensson tödlich beim Tauchen in den Stockholmer Schären. Er hinterlässt seine Ehefrau und zwei Söhne.

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