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Daft Punk ist eine französische Electro-Houseformation und besteht aus Guy-Manuel de Homem-Christo (* 8. Februar 1974) und Thomas Bangalter (* 3. Januar 1975).

Bandgeschichte:
Darlin'
Thomas und Guy-Man (Guy-Manuels Spitzname) gründeten mit nur 12 Jahren ihre erste Band Darlin' gemeinsam mit Laurent Brancowitz (genannt Branco), einem aktuellen Mitglied der Gruppe Phoenix. 1992 erschien das mit dem Bandnamen gleichlautende Lied Darlin'. In Großbritannien stieß ihr rockiger Sound jedoch auf wenig Gegenliebe seitens der Kritiker. In der britischen Musikzeitschrift Melody Maker bezeichnete ein Journalist den Stil der Band als daft punk - auf Deutsch dummer Punk.

Weiter infos, Videos und Hintergründe findet ihr hier: http://www.freizeit-storys.de/entertainment-tipps/wer-ist-eigentlich-dieser-daft-punk/

Branco verließ die Band und Thomas und Guy-Man entdeckten House und Techno. 1993 gründeten sie Daft Punk.

Daft Punk - Die Anfänge
Ihre ersten Maxis veröffentlichten sie nicht etwa in Frankreich, einem Land, das bis dahin vom Aufkeimen der elektronischen (Tanz-)Musik kaum Notiz genommen hatte, sondern auf dem schottischen Label Soma. So erschienen ab 1994 die Maxis The New Wave/Assault/Alive, Da Funk/Rollin' & Scratchin' und Indo Silver Club. In der britischen Underground Szene machten sie sich mit ihrem harten und avantgardistischen Sound sehr schnell einen Namen und traten immer häufiger bei Festivals und Veranstaltungen auf.

Den ersten kommerziellen Erfolg landete das Duo 1995 mit Da Funk. Ein Jahr später verließen sie Soma und veröffentlichten Da Funk ein zweites Mal, diesmal jedoch bei dem Major Label Virgin, welches sie für 3 Studioalben und weitere Maxis unter Vertrag nahm. Gerüchte besagen, dass Daft Punk bis heute die Band mit dem größten Budgetposten bei Virgin ist.

Homework
Der internationale Erfolg stellte sich ein, als Daft Punk ihr erstes Studioalbum Homework der Öffentlichkeit am 17. Januar 1997 vorstellte. Das 16 Stücke zählende Album umfasste u.a. fast alle bisher auf Soma erschienenen Maxis. Vor allem die Auskopplungen Around the World, Revolution 909 und Da Funk wurden internationale Erfolge. Homework zeichnet sich durch einen respektlosen Umgang mit dem House-Genre, Punk-Einflüssen, verzerrten Samples und anderen Experimenten aus. Unstrittig ist, dass dieses Album der wesentliche Einfluss für die Housemusik der Jahre 1997-2001 war. Vor allem das sog. Filter House Genre fand dort seinen Ursprung.

Mit der bildlichen Inszenierung der bahnbrechenden Musik wurden Regisseure wie Michel Gondry für Around the World, Spike Jonze für Da Funk und Roman Coppola für Revolution 909 verpflichet. Den Videoclip zu Fresh produzierten Thomas und Guy-Man anschließend in Eigenregie.

Unter den Künstlern, die für Daft Punk Remixes produzierten, finden sich illustre Namen wie Masters At Work (Around the World), Ian Pooley (Burnin) und Armand van Helden (Da Funk).

Das Projekt wurde 1999 um eine DVD/VHS bereichert, welche dem Namen D.A.F.T. - A Story about Dogs, Androids, Firemen und Tomatoes trug und aus einer Sammlung der bisher erschienenen Videoclips mit Zusatzmaterial sowie einem Livemitschnitt bestand.

Homework wurde 2,5 Millionen Mal verkauft (Stand: 2006).

Homework hatte ausreichend Geld in die Kassen des Duos gespült, um genug Spielraum für weitere Experimente zu ermöglichen. Nach ihrer Welttournee 1997 widmeten sich Thomas und Guy-Man verstärkt ihren eigenen Labels Roulé resp. Crydamoure. Thomas veröffentlichte 1998 zusammen mit Alan Braxe und Benjamin Diamond unter dem Namen Stardust den Welterfolg Music Sounds Better with You, welcher das bis heute meistverkaufte elektronische Musikstück darstellt.

One More Time
Mit der am 10. November 2000 erschienenen Vorab-Auskoppelung One More Time landete Daft Punk in Zusammenarbeit mit dem Sänger Romanthony - ein Akteur, dessen Mitwirken immer wieder unterschlagen wird - erneut einen internationalen Nr. 1 Hit, der sich über 4 Millionen Mal verkaufte und damit Daft Punks größter kommerzieller Erfolg wurde. One More Time markierte auch eine musikalische Zäsur im Schaffen des Duos. Standen bisher der Bass der TB-303 und Acid-Synth-Schleifen im Vordergrund, so setzten Sie nun auf opulente Vintage-Synthesizer und eine komplexe Ausgestaltung von Text und Melodie. Dieser Richtungswechsel wurde zum Teil sehr kontrovers diskutiert. Viele Fans und Kritiker sehen bis heute One More Time als kommerzielles Zugeständnis an Virgin und bezweifeln damit die "Ehrlichkeit" der Produktion.

Discovery
Dank der Vorschusslorbeeren, die One More Time im Jahr zuvor geerntet hatte, schien dem Erfolg des Albums Discovery nichts mehr im Wege zu stehen. So erschien das 14 Stücke zählende Album am 9. März 2001 mit Hilfe einer für ein House-Album bisher nie da gewesenen Marketing-Kampagne.

Musikalisch knüpfte das Album an One More Time an. Neben den sympathischen Klängen von Digital Love und Something About Us fanden sich auf dem Album auch Dancefloor taugliche Stücke wie beispelsweise Crescendolls oder Superheroes. Harder, Better, Faster, Stronger und Short Circuit ließen derweil an vergangene Homework-Erfolge zurück erinnern.

Technischer Kernpunkt fast aller Tracks ist das Sampling. So wurde eine Formel angewandt, die bereits bei Music Sounds Better with You zum Erfolg geführt hatte.

Das Hauptstück der Melodie wird dabei aus einem Funk (Musik)- bzw. Disco-Track herausgenommen und mit elektronischen Hilfsmitteln verändert und bereichert sowie an eine eigene Komposition angepasst. So ist die sich wiederholende Schleife von Superheroes nichts weiter als ein Stück aus Who's been Sleeping in my Bed, geschrieben von Barry Manilow.

Zwar war diese Technik bereits in Homework und von vielen anderen Künstlern zuvor angewandt worden, jedoch gelang es erstmals in Discovery, den bis dato höchsten Grad der Harmonie und Integration zu erreichen.

Anders als bei ihrem ersten Album, welches sie fast gänzlich allein produziert hatten, setzten Thomas und Guy-Man diesmal auf Kooperationen mit Künstlern wie etwa Todd Edwards, Romanthony und DJ Sneak.

Nach Erscheinen des Albums gab es weitere Auskoppelungen mit Remixes von Jess & Crabbe und The Neptunes (Harder, Better, Faster, Stronger).

Trotz der Charterfolge und 2,9 Millionen verkaufter Alben wurde Discovery für Virgin ein weniger lukratives Geschäft als Homework, nicht zuletzt aufgrund der enormen Marketingkosten, welche das Label auf sich genommen hatte.

Von den Videoclips zu Interstella 5555

Daft Punk begann während der Arbeiten an Discovery mit der Anfertigung eines auf die Lieder des Albums aufsetzenden Drehbuches. Für dessen Umsetzung konnten sie das japanische Studio Toei gewinnen. Unter der Regie ihres Jugendidols, des Anime-Regisseurs Leiji Matsumoto, entstand das 60-minütige Anime-Musical Interstella 5555 - The 5tory of the 5ecret 5tar 5ystem.

Einen ersten Vorgeschmack auf den Film bekam die Öffentlichkeit zwischen 2000 und 2001, da die ersten ca. 15 Minuten des Films zugleich die Videoclips der 4 im Fernsehen gelaufenen Singles One More Time, Aerodynamic, Digital Love und Harder, Better, Faster, Stronger waren.

Interstella 5555 kam 2003 in die japanischen Kinos, lief außerhalb Japans aber nur in wenigen ausgewählten Kinos, vor allem in Frankreich und den USA. In Deutschland konnte man Interstella 5555 in Rahmen des 2003er Fantasy Filmfest sehen.

Der Film wirft, abseits seiner fantasmagorisch gestalteten Szenen und Reminiszenzen längst vergangener Tage der Anime-Filme, einen kritisch-ironischen Blick auf das Musikgeschäft.

Handlung

Ein gieriger Plattenproduzent kidnappt die Mitglieder einer Band von einem fernen Planeten, um sie anschließend, nachdem sie den Menschen optisch ähnlich gemacht wurden, auf der Erde als "Entdeckung" ganz oben an die Chartspitze zu katapultieren. Doch das Leben im Rampenlicht macht die "Crescendolls", wie sie auf der Erde genannt werden, zu traurigen, lethargischen und seelisch kaputten Wesen. Unterdessen reist der Raumfahrer Shep, ein Fan der Gruppe, der zur Rettung der Band aufgefordert wurde, mit seinem Raumschiff zur Erde, um seine Idole zu befreien. Erst als es fast zu spät ist, wird klar, dass der böse Produzent weit mehr plant als "nur" eine weitere goldene Schallplatte in seiner Sammlung…

Das Erscheinen des Films sorgte für Furore in internationalen Anime-Fankreisen, jedoch blieb er einem großen Publikum - abgesehen von Japan - weitgehend unbekannt, obwohl er u. a. in Frankreich und Deutschland auf DVD erschien.

Es wird vermutet, dass Daft Punk die komplette Produktion aus eigener Tasche bezahlt haben und die Produktionskosten mehrere Mio. EUR betrugen.

Daft Club

Auch in Sachen Internet ging das Duo unorthodoxe Wege. In einer Zeit, in welcher der Krieg zwischen dem damaligen Filesharing-Netzwerk Napster und der Musikindustrie tobte, bot Daft Punk eigene Produktionen und Remixes kostenlos über das Internet an.

Zugangsberechtigt waren alle Käufer des Albums Discovery, dem bis Dezember 2003 eine Daft Club-Mitgliedskarte beigefügt war. Die Nutzer konnten sich mit ihrer ID-Nummer die Lieder auf der (mittlerweile geschlossenen) Seite www.daftclub.com entweder anhören oder auch herunterladen. Die MP3-Dateien kannten keinen auf DRM basierenden Abspielschutz und fanden somit auch eine rasche Verbreitung in den einschlägigen P2P-Netzwerken.

Bis heute ist der Daft Club ein seltenes Beispiel dafür, wie Künstler kreativ und zu beider Seiten Nutzen mit der Realität P2P umgehen können. 2003 wurde unter dem Namen Daft Club eine Compilation veröffentlicht, welche sämtliche online gestellten Werke sowie weitere Stücke zusammenfasste.

Human After All
Human After All heißt das 3. Studioalbum und ist am 14. März 2005 erschienen. Der Starttermin wurde seitens des Plattenlabels EMI um eine Woche nach vorne verlegt, um der Tatsache entgegen zu treten, dass das Album seit Februar 2005 in P2P-Netzwerken zum Download angeboten wurde. Human After All beinhaltet 10 Stücke. Das gesamte Album wurde innerhalb von nur wenigen Wochen, zwischen dem 13. September und dem 9. November 2004, produziert. Die erste Single Robot Rock war bereits seit ende Januar 2005 in mehreren Online Musikläden zu kaufen und damit ein gutes Stück vor der offiziellen Vorstellung am 14. April 2005. Human After All ist eine fast totale Abkehr vom Sample-Prinzip hin zu rohen und brutaleren, elektronischen Klängen. In der Tat findet sich nur ein einziges Sample auf dem gesamten Album. Bereits im Vorfeld des Erscheinens gab es sehr kontroverse Diskussionen um dieses Album, welches für viele Anhänger einen zu radikalen Bruch mit der Vergangenheit darstellt. Es ist bei den Grammy Awards 2006 in der Kategorie "Best Dance/Electronic Album" nominiert worden.

Öffentlichkeit und Medien

Mit kaum einer Band haben Medien und Öffentlichkeit in der Vergangenheit ein so problematisches Verhältnis gehabt. Daft Punk gehören zu den wenigen, die es trotz ihrer extremen Popularität erfolgreich geschafft haben, ihre Gesichter bis zum heutigen Tage aus der Presse fern zu halten. Dies ermöglicht ihnen einen totalen Schutz ihrer Privatsphäre. Und obwohl nachweislich richtige Fotos durch eine simple Suche bei einer Suchmaschine zu finden sind, assoziieren die meisten Menschen mit Daft Punk ihre charakteristischen Robotermasken, welche sie seit Discovery zu tragen pflegen.

TRON LEGACY
Daft Punk produzierte 2010 den Soundtrack für den Action-FIlm von Disneys.
Das Soundtrack enthält insgesamt 22 Lieder.
Auf dem Musikvideo zu Derezzed ist ein Filmausschnitt zu sehen, im Hintergrund
stehen Daft Punk und legen derezzed auf.

Präsentationen

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