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Biografie

Niemen wurde am 16. Februar 1939 als Czesław Juliusz Wydrzycki in Stare Wasiliszki bei Nowogródek, Polen, heute Weißrussland geboren. Mit 20 Jahren zog er mit seiner Familie nach Danzig, und begann dort Musik zu studieren. Seine Karriere als Rocksänger begann er Anfang der 1960er Jahre mit Liedern im Stil der Beatles, u. a. innerhalb der Band Niebiesko-Czarni. Ähnlich wie für die Beatles sorgten leichte Liebeslieder im Beat-Stil und romantische Balladen für die ersten großen Erfolge, doch im Verlaufe der 60er Jahre wurde sein Stil komplexer und die Texte sprachen vor allem auch die studentische Jugend an. Sein erstes Soloalbum erschien 1967 und enthielt den bis heute größten Protestsong und die Hymne der damaligen polnischen Jugend "Dziwny jest ten świat" (englisch : "Strange is this World" - beide Versionen haben jedoch abgesehen vom Text keinerlei Übereinstimmung). Dieses Album sorgte auch für seinen Durchbruch im internationalen Rockgeschäft. Er gab Konzerte u. a. in Frankreich, Italien, Deutschland, Indien und in England; so 1972 zur Olympiade in München, 1973 in Dresden, hier gemeinsam mit LGT, Collegium Musicum und SOK, 1976 zum DT-64-Konzert in Ostberlin, 1984 in Ostberlin beim Festival des politischen Liedes. Ein Filmbericht, der über diesen Auftritt von Konrad Weiß bei der DEFA gedreht wurde, wurde jedoch von der SED verboten. Seine Songs wurden auch von internationalen Radiosendern gespielt. 1968 unterzeichnete er einen Plattenvertrag mit CBS und ging für zwei Jahre nach Mailand. 1974 nahm er ein Album mit Musikern der US-Fusion-Szene auf, so mit Rick Laird und Jan Hammer, Steve Khan und John Abercrombie.

Anfang der 1970er Jahre entwickelte Niemen seinen Musikstil weiter in Richtung psychedelischer und elektronischer Rock im Stile von Tangerine Dream oder Vangelis, vor allem seine Aufnahmen mit der Band SBB sind aus dieser Zeit hervorzuheben. Er vertonte klassische polnische Poesie von Norwid oder Juliusz Słowacki. In den 1980er Jahren und 1990er Jahren komponierte er zahlreiche Filmmusiken, darunter für Andrzej Wajdas Film Wesele (Die Hochzeit). Er trat weiter mit Konzerten auf und entwickelte sich langsam zur lebenden Legende der polnischen Rockmusik. Er beschäftigte sich in seinen letzten Lebensjahren neben der Komposition mit der Malerei und der Grafik.

Am 17. Januar 2004 starb Czesław Niemen in Warschau an Krebs.

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