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Biografie

Batman (dt : Fledermaus-Mann) ist ein Comic-Held, der von Bob Kane geschaffen und von Bill Finger vor dem Erscheinen weiterentwickelt wurde; er veränderte das steife Cape in ein wallendes und schuf die zweite Identität Bruce Wayne. Erstmals erschien er 1939 in dem Comic-Magazin "Detective Comics" (Ausgabe #27); nach diesem Magazin nannte sich später dessen Verlag in DC Comics um.

Beschreibung

Batman ist kein Superheld im engeren Sinne, wie zum Beispiel Superman, da er über keinerlei Superkräfte verfügt. Seine Überlegenheit basiert auf Intelligenz, Willenskraft, hartem Training und seinen technischen Hilfsmitteln.

Entwicklung

Die Figur Batman wurde von dem Autoren Bill Finger und dem Zeichner Bob Kane kreiert. Hinter Batman verbirgt sich der Milliardär Bruce Wayne. Der Name Bruce Wayne geht auf den schottischen Freiheitskämpfer Robert the Bruce und den amerikanischen Nationalhelden Mad Anthony Wayne zurück (so Bill Finger in Sterajo's History of Comics # 1, 1970).

Der Lebenslauf des jungen Bruce Wayne beginnt in den Comics damit, dass er im Alter von acht Jahren sieht, wie ein Verbrecher seine Eltern ermordet. Nach einer großzügigen Spende übersieht das zuständige Sozialamt den Waisen. Bruce wird von nun an vom Butler seiner Eltern, Alfred Pennyworth, aufgezogen. Er legt einen Schwur auf das Grab seiner Eltern ab, seine Heimatstadt Gotham City vom Verbrechen zu säubern. Dafür trainiert er hart und studiert auf der ganzen Welt Kriminologie, Chemie, Physik, Technik und zahlreiche Selbstverteidigungsarten. Er gibt sich den Namen Batman, als er, auf der Suche nach einem Symbol, das den Ganoven Angst einjagen soll, eine Fledermaus sieht, die sich in sein Haus verirrt hat, und entwirft ein entsprechendes Kostüm (das mit zunehmender Fortdauer der Batman-Saga vom schlichten Held-in-Strumpfhosen-Modell zur hilfreichen High-Tech-Rüstung wurde). Besondere Bedeutung kam dabei schon immer dem Batgürtel zu, der um die Hüfte geschlungenen Wunderkiste mit Rauchbomben, Chemikalien, Seil, Baterang und allem, was zur Rettung in letzter Sekunde nötig ist. Zudem entwickelt er mit dem immensen Vermögen seiner Eltern (er besitzt den Weltkonzern Wayne Enterprises) einige einmalige Fahrzeuge wie das Batmobil, die zu seinem Kostüm passen und ebenfalls einiges an technischen Spezialerfindungen enthalten. Diese lagert er in der Bat-Höhle. Seine Identität als Batman hält er geheim und lebt für die Öffentlichkeit als reicher Playboy vom geerbten Vermögen seiner Eltern und von Wayne Enterprises.

Von Anfang an hatte sich Batman vorgenommen, wenn nötig auch mit Gewalt gegen das Verbrechen vorzugehen, doch zwei eiserne Regeln hatte er sich gesetzt: Er würde niemals einen anderen Menschen töten, und er würde, traumatisiert durch die Ermordung seiner Eltern, niemals eine Waffe benutzen. Mit einem Polizisten namens James Gordon freundete er sich bald an, und bis heute ist Jim, der mittlerweile zum Commissioner befördert wurde, einer von Batmans engsten Vertrauten. Mit dem Bat-Signal, das sich auf dem Dach des Polizeihauptquartiers befindet, kann er Batman jederzeit rufen.

Die Öffentlichkeit von Gotham City steht Batman gespalten gegenüber. Manche sehen in ihm den Retter, andere den gesetzlosen Rächer. Die Adoptivtochter Commissioner Gordons, Barbara Gordon, wird zum weiblichen Pendant Batmans, Batgirl.

Es wird seit längerem diskutiert, ob Batmans Motive - Bekämpfung des Verbrechens und der Korruption in Gotham City - tatsächlich so altruistisch sind, wie sie auf den ersten Blick erscheinen. Kritiker bemerken, dass der Millionär Bruce Wayne durch sein alter ego Batman im Grunde nur das System retten will, aus dem er seinen Wohlstand zieht. Allerdings lässt dieser Ansatz den psychologischen Hintergrund von Bruce Waynes Batman-Werdung, die Ermordung seiner Eltern, außer Betracht. Der Artikel Nebenfiguren im Batman-Universum bietet einen Überblick über zahlreiche weitere Figuren des Batman-Universums.

Seit Batman seinen Partner Robin an seiner Seite hat, wird häufig thematisiert, dass dieser sein Nachfolger werden wird.

Feinde

So wie Superman wurden während der Jahre des Zweiten Weltkrieges auch die Batman-Comics als Propaganda gegen Nazideutschland benutzt. Anders als Superman kämpfte Batman jedoch nicht an der Front und erhielt so als Ausgleich schon früh mächtige Feinde, die über besondere Kräfte verfügten und ihm das Leben schwer machten.

Batman hat heute eine der umfangreichsten und bizzarsten Sammlungen von Gegnern in der gesamten Comicwelt. Einer seiner außergewöhnlichsten und bekanntesten Gegenspieler war der Joker, der in den 1980ern sogar den damaligen Robin (Jason Todd), Batmans jüngeren Helfer, tötete, sowie Barbara Gordon (Batgirl) niederschoss und somit von der Hüfte abwärts lähmte. Diese nannte sich von nun an "Oracle" und unterstützt Batman als Informationsquelle und Hackerin. Allerdings verließ sie später mit ihrem Vater die Stadt. Der Joker ist im Gegensatz zu Batman ironisch und nicht selten parodiert er seine Gegenspieler. Elementare Fragen und unlogische Zusammenhänge werden gerne von den eigenen Autoren durch den Joker ins Lächerliche gezogen. Aus diesem Grunde ist der Joker auch bei vielen treuen Fans der Batman-Comics und -Verfilmungen beliebter als Batman selbst.

Weiterentwicklung

In den 1960er war er kurzzeitig Mitglied der Gerechtigkeitsliga und trug entscheidend dazu bei, dass die Superhelden eine Renaissance erlebten. Und seit einiger Zeit ist er auch an der Seite seines Freundes Superman (sogar als Anführer) wieder dabei.

Auch sein Charakter änderte sich. War Batman lange Zeit ein gutgelaunter, verbrecherjagender Playboy und Millionär mit unglaublichen Technik-Gimmicks gewesen, verdunkelte sich das Bild ab den 1970er Jahren. Sozialkritische Elemente wurden Teil der Geschichten; Batman hatte mit Armut, Elend, ja sogar mit Black Panthers und radikalen Feministinnen zu tun.

Diese Entwicklung spitzte Frank Miller weiter zu. 1986 machte er in „Die Rückkehr des dunklen Ritters" („The Dark Knight Returns") aus Bruce Wayne einen gelangweilten Mittfünfziger, der sich seit zehn Jahren vom Bat-Dienst zurückgezogen hat, frustriert mit Autorennen die Zeit totschlägt und selbst provozierte, gefährliche Situationen danach beurteilt, ob sie „ein guter Tod" wären. Angesichts einer extrem brutalen Jugendbande kehrt Batman zurück, verprügelt Ganoven mit Genuss und fühlt sich endlich wieder „wie ein Mann mit 20, 30". Batman erscheint damit zwar noch immer getrieben vom Trauma der Ermordung seiner Eltern, seine Nachtarbeit dient ihm allerdings ebenfalls zur Überwindung einer ziemlich spät einsetzenden Midlife-Crisis – und der nie ausgesprochenen Einsicht, dass er sonst mit seinem Leben eigentlich wenig anzufangen weiß. Beide Elemente machten Batman deutlich glaubwürdiger, nachvollziehbarer und damit auch für ein erwachsenes Lesepublikum wieder attraktiv.

1992 schließlich wurde Bruce Wayne, in der Knightfall-Saga, vom Bösewicht Bane das Rückgrat gebrochen. In der Folge wurde er durch den brutaleren und sehr eigenwilligen „Azrael" (Jean Paul Valley) vertreten, den er nach der Heilung seiner Lähmung aber wieder ersetzte.

Batman wurde auch weiter von Heimsuchungen geplagt. In der Saga „Seuche" wurde seine Heimatstadt von einer Epidemie heimgesucht. In einer weiteren Saga wurde die Stadt durch ein Erdbeben verwüstet. Anschließend erklärte die U.S.-Regierung die Stadt zum Niemandsland. In jüngster Vergangenheit wurde Bruce Wayne sogar des Mordes angeklagt und floh vor dem Prozess.

1999 trat im Rahmen der in naher Zukunft angesiedelten Zeichentrickserie „Batman Beyond" (Titel in Deutschland: „Batman of the Future") der junge Terry McGinnis in die Fußstapfen des mittlerweile ergrauten Bruce Wayne, um so Rache an den Mördern seines Vaters, den Jockerz nehmen zu können und Waynes Erbe im Fledermauskostüm anzutreten.

Später wird in der Serie eine tiefere Beziehung zwischen Terry und Wayne angedeutet, welche in der Folge „Epilog" der Fernsehserie Die Liga der Gerechten genauer aufgeklärt wird.

Dort stellt sich heraus, dass Terry in Wirklichkeit eine Mischung aus Klon und Sohn von Bruce Wayne ist. Als Batman in die Jahre kam, stellte man bei dem regierungsnahen Cadmus-Projekt die Frage, was die Welt wohl ohne einen Batman wäre und kam zu dem Schluss, dass die Welt einen moralisch perfekten Batman als Vorbild und als Kämpfer gegen das Böse braucht. Da der alte Wayne jedoch kaum noch in der Lage war, Batman zu verkörpern, wollte Cadmus einen neuen schaffen und startet das Projekt „Batman Beyond". Der neue Batman sollte so stark, athletisch, so intelligent und so zäh wie der ursprüngliche Batman sein. Um diese Nähe zum Original zu gewährleisten, wollte man ein genetisches Experiment durchführen. Durch eine Injektion überschrieb man vorübergehend das Erbmaterial von Terrys Vater Waren McGinnis – ohne dessen Wissen – mit dem von Bruce Wayne. Dadurch wurde Bruce zu Terrys genetischem Vater. Jedoch war den Leuten von Cadmus klar, dass Batman nicht nur durch gute Gene, sondern vor allem durch seine tragische Lebensgeschichte (insbesondere durch die Ermordung seiner Eltern, dem daraus entstandenen Wertvorstellungen, den Wunsch das Verbrechen zu bekämpfen und anderen so ein ähnliches Schicksal zu ersparen) entstanden ist. Um Terry auf den Weg des Batman zu bringen, wollte Cadmus Terrys Eltern ermorden. Jedoch wäre Batman nicht Batman, wenn er den Mord an Terrys Eltern mit seinen Wertvorstellungen und seinem Gewissen vereinbaren könnte und so sorgte der alte Wayne dafür, dass der Mord nicht stattfand und Terry Bruce' tragisches Schicksal erspart blieb. Jedoch war es wohl Terrys Schicksal der neue Batman zu werden, denn im Teenageralter wurde sein Vater schließlich doch (ohne zutun von Cadmus) von den Jokerz ermordet. Um seinen Vater zu rächen wandte, sich Terry an den alten Wayne, von dessen geheimer Identität er inzwischen durch einen Zufall wusste. So erfüllte Terry doch noch seine Bestimmung und wurde zum neuen Batman. Später wird Terry wie schon der alte Batman Mitglied der Liga der Gerechten.

2001 startete DC Comics eine besondere Comicreihe, die sich „Just imagine, Stan Lee created…." nannte, in welcher der Spider-Man-Erfinder Stan Lee Stories schrieb, wie er die DC-Charaktere geschaffen hätte. In dieser Serie ist Batman ein Schwarzer mit dem Namen Wayne Williams. Auch wird er erst nach einem Gefängnisaufenhalt zu Batman. Robin taucht zwar später ebenfalls auf, wird aber hier nicht Batmans Partner.

2002 setzte Frank Miller seine „Dark Knight"-Saga mit „The Dark Knight Strikes Again" (auch kurz „DK2" genannt) fort, konnte damit aber weder erzähltechnisch noch inhaltlich neue Akzente setzen.

2003 trat der dunkle Ritter in einer der erfolgreichsten Batman-Geschichten aller Zeiten einem unbekannten Gegner namens Hush entgegen, dem es gelang, alle wichtigen Feinde Batmans für seine Zwecke zu instrumentalisieren.

Parodien

Die Figur des Batman lieferte auch die Grundlage für zahlreiche Parodien. In Europa bekannt geworden ist vor allem Donald Duck als Phantomias – einer Batman-Parodie der italienischen Disney-Zeichner Guido Martina und Giovan Battista Carpi.

Eine weitere Disney-Parodie von Batman ist Darkwing Duck, der sogar ähnliche Feinde hat wie Batman.

Der Radiosender HR3 hatte eine Sketchserie, in der sich zwei Figuren darum stritten, wer denn der "rischtische Bätmän" sei ("Isch bin de Bätmän!" - "nein, isch bin de rischtische Bätmän"). Dabei wurden von der fiktiven Figur Bätmän eine ganze Reihe weiterer Mäns abgeleitet, sodass dort nicht nur Fledermaus-Männer vorkommen, sondern auch eine Vielzahl anderer Figuren, z. B. wird aus einem Raucher der "Marlboromän".

Das Satiremagazin Titanic veröffentlichte zum Zeitpunkt des Batman-Booms und der Maueröffnung der DDR im Jahr 1989 einen Comic mit der Figur Genschman, die dem damaligen Außenminister Hans-Dietrich Genscher nachempfunden war. Markenzeichen: Riesenohren statt Fledermausflügel ("Gänsefleisch mo des linke Ohr freimochn?").

In einigen Simpsonscomics hat Bart das Alter Ego Bartman.

Spongebob Schwammkopfs Lieblingsserie ist "Meerjungfraumann und Blaubarschbube" ("Mermaid Man and Barnacle Boy "), eine ganz klare Anspielung auf Batman und Robin.

Bettmän aus der Bullyparade.

Mundstuhl widmen in ihrer TV Sendung einige Minuten Batman und Robin als "Fledermausmann und Robert"

Zudem gab es zum ersten Batmanfilm 1989 eine Gag-Single vom Projekt Batmaxx.

Schließlich gibt es dann noch den Batmöppel, eine Parodie auf Batman von dem deutschen Zeichner Stefan (Vanger) Ahlers.

Filmadaptionen

* 1943: The Batman (Movie Serial, Schwarz-Weiß)
* 1949: Batman and Robin (Movie Serial, Schwarz-Weiß)
* 1966 : Batman hält die Welt in Atem (Regie: Leslie H. Martinson)
* 1989 : Batman (Regie: Tim Burton)
* 1992 : Batmans Rückkehr (Regie: Tim Burton)
* 1995 : Batman Forever (Regie: Joel Schumacher)
* 1997 : Batman & Robin (Regie: Joel Schumacher)
* 2005 : Batman Begins (Regie: Christopher Nolan)
* Juni 2008 : The Dark Knight (Regie: Christopher Nolan)

Auskopplungen aus den Zeichentrick-Serien:

* 1993: Batman und das Phantom (Regie: Eric Radomski und Bruce W. Timm)
* 1998: Batman & Mr. Freeze: Eiszeit (Regie: Boyd Kirkland)
* 1998: The Batman/Superman Movie (Regie: Toshihiko Masuda)
* 2000: Batman of the Future - Der Joker kommt zurück (Regie: Curt Geda)
* 2003: Batman: Mystery of the Batwoman (Regie: Curt Geda)
* 2006: The Batman vs Dracula (Regie: Michael Goguen)

Serien

* 1966-1968: Batman
* 1977-1978: The Adventures of Batman and Robin (Zeichentrick)
* 1992-1995: Batman: The Animated Series (Zeichentrick)
* 1997-1999: The New Batman/Superman Adventures (Zeichentrick)
* 1999-2001: Batman of the Future (Zeichentrick)
* 2001-2004: Die Liga der Gerechten (Justice League) (Zeichentrick)
* 2004-2006: Die Liga der Gerechten (Justice League Unlimited) (Zeichentrick)
* 2004- : The Batman (Zeichentrick)

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